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Fazit der etwas anderen Konsumauszeit 2016

Der November stand in diesem Jahr wieder voll und ganz unter dem Motto Konsumauszeit. Nur das ich dieses mal den Focus nicht auf das „Nicht Konsumieren“ gelegt habe. Das hat sich seit der letzten Konsumauszeit nämlich so gut eingespielt, das es bei mir einfach keine spontan Käufe mehr gibt.

Mein Ziel diesmal war es darum, die Konsumauszeit zu nutzen um mehr über die alltäglichen Dinge die wir verbrauchen zu erfahren. Ich war sehr gespannt ob ich überhaupt etwas über die Herstellung und Herkunft der verschiedenen Produkte des täglichen Bedarfs so einfach im Netz finden werde.

Positiv überrascht

Als erstes habe ich mir unseren Käsehersteller vorgenommen. Diese eine Sorte Käse wird bei uns schon seit ewigen Zeiten gegessen, also wollte ich den mal genauer unter die Lupe nehmen. Es ist ein Schnittkäse den ich in Scheiben verpackt kaufe. Die Herstellerwebseite ist super Informativ gewesen. Es fand sich dort alles an Informationen um nachvollziehen zu können wo die Milch herkommt, wie die Kühe gehalten werden, über die Herstellung und Zutaten bis zur Verpackung. Grad die Verpackung ist ja ein heikles Thema bei Käse den man im Supermarkt kauft. Hier ist immer Plastik im Spiel. Da mein Supermarkt keine Frischetheke mehr hat um Käse in Scheiben lose zu kaufen und der Wochenmarkt den Käse nicht immer hat, greife ich zum verpackten Käse. Der Hersteller meines Käses hat auf seiner Webseite ausführlich beschrieben wie er sich darum bemüht die Verpackung bei Scheiben Käse so gering wie möglich zu halten. Das finde ich sehr lobenswert muss ich sagen 🙂

Als zweites Produkt wurde dann der Nussaufstrich genommen, der auch schon seit ewigen Zeiten bei uns gegessen wird. Auch hier war die Webseite eine Fundgrube für meine Fragen. Das Palmöl (kein Palmöl ist auch keine Lösung) welches bei diesem Nussaufstrich genutzt wird ist aus Nachhaltigem Anbau, da gibt es von mir einen Daumen hoch dafür. Sicher gibt es auch Hersteller von Nussaufstrich die gar kein Palmöl nutzen, hier darf man aber auch ruhig mal nach seinem Geschmack gehen. Was nutzt es einen Nussaufstrich zu kaufen der nicht gegessen wird weil er einem nicht schmeckt? Richtig das ist Verschwendung, denn der fliegt Garantiert in die Tonne und das geht gar nicht. Lebensmittel schmeißt man nicht achtlos weg. Dann doch lieber das kaufen was einem schmeckt und auch gegessen wird. Das muss dann jeder für sich abwägen mit welchen Kompromissen er bereit ist zu leben, oder eben ob er dann komplett Verzicht üben will.  Mich hat auch dieser Hersteller sehr positiv überrascht mit seiner Offenheit.

Ein Produkt welches nicht täglich verbraucht wird, welches aber täglich von mir benutzt wird, ist meine Handtasche. Eine aus Echt Leder. Als ich sie vor ein paar Jahren gekauft habe, wollte ich mehr über den Hersteller wissen und fand auf der Webseite so viele Informationen das ich ganz begeistert war wie ausführlich dort über die Haltung der Rinder, die Verarbeitung des Leders und die Arbeitsbedingungen in den Manufakturen berichtet wurde. Nachtrag: Der bekommt von mir auch einen klaren Daumen nach oben, hab ich doch glatt vergessen zu schreiben 😳

Lederverarbeitung ist ja sonst sehr häufig mit miserablen Produktionsbedingungen verbunden. Da ist man dann wütend und schokiert das sowas überhaupt von Herstellern zugelassen werden kann. Erfahren tut man es dann meist auch nur weil verdeckte Ermittler Kopf und Kragen riskieren und dann eine Reportage darüber bringen. Offen berichten über diese Zustände tun diese Hersteller natürlich nicht, da wird der Mantel des Schweigens drüber ausgebreitet. Traurig aber wahr.

Es ist natürlich auch gut möglich, daß die drei Hersteller die ich genauer unter die Lupe genommen habe, Märchen auf ihren Webseiten geschrieben haben. Das kann ich natürlich nicht 100% wissen. Vielleicht sind es auch ganz schlimme Firmen die den Verbraucher mit Schönfärberei hinters Licht führen. Ich bin aber ein Mensch der erst mal vertraut bis ich doch auf negative Sachen stoßen sollte 🙂 Denn permanent Betrug überall zu unterstellen ist auch nicht gut, dann macht das Leben keinen Spaß mehr und ich kann mich auch gleich erschießen.

„Wie bitte?!“ Laßt mich, ich bin halt auch nur ein Mensch

Einen Schokoladen Hersteller von dem wir sehr gerne die verschiedenen Produkte essen, brauchte ich gar nicht mehr unter die Lupe nehmen. Denn der ging, wie einige andere auch, erst durch die Medien aufgrund von Mineralölrückständen die in der Schokolade gefunden wurde. Da hatte ich echt keine Lust den noch mehr zu durchforsten. Da ging es mir wie mit dem Acrylamid damals, als es in Chips, Pommes, Weihnachtsgebäck gefunden wurde, joah super will ich eigentlich nicht in meinem Futter haben, aber ich bin bei solchen Infos mitunter auch sehr inkonsequent und sage: „Ist mir Scheißegal, ich ess das trotzdem.“ Ist wie mit der schwarz verbrannten Bratwurst vom Grill (ja die mit dem Krebsauslöser 😛 ) ich habe die immer gegessen 😀 War trotzdem oder grad deswegen lecker und sollte ich davon doch sterben, dann wars wenigstens noch lecker 😀

Das wollte ich nur mal als Info für euch auch noch schreiben, das ich eben auch nicht die perfekte auf alles was böse ist Verzichterin und Veruteilerin bin. Nee, ich bin auch nur ein ganz normaler Mensch der auch einfach mal Scheiß egal zwischendurch sagt! Und trotzdem versuche ich weiter die Welt ein klein wenig zu retten 🙂

Mehr hast du nicht?

Nein. Ich wollte die Konsumauszeit ja auch nutzen um mich noch mehr in Gelassenheit und innerer Ruhe zu üben und nicht den ganzen Tag am Rechner verbringen 🙂

Auch das ist mir sehr gut gelungen, denn sogar Herrn Aurelia fiel auf das ich im Gegensatz zu sonst, sehr ruhig bin 😀 er hat das zwar nicht so nett Kommentiert aber ich sehe ihm das nach 😆 denn: “ In der Ruhe liegt die Kraft!“

Habt ihr auch bei der Konsumauszeit mitgemacht? Dann hoffe ich doch, daß sie für euch auch gut und mit Positiven Ergebnissen/Erkenntnissen verlaufen ist. Habt ihr noch nie eine gemacht, dann kann ich euch das nur empfehlen. Es tut gut sich für einen überschaubaren Zeitraum mit etwas noch genauer als sonst zu befassen, mit etwas was einem am Herzen liegt 🙂

Liebe Grüße

Aurelia

2 Kommentare

  1. Ich finde deine Einstellung klasse zu dem Thema. Natürlich KANN man auf alles und jedes noch so kleine Detail achten, aber ich denke, dass würde dann auf Dauer nur frustrieren. Dann doch lieber wissen, dass vieles das man nutzt mit einem grünen Häkchen besiegelt werden kann und die mit dem roten Kreuz – naja, Schoki ist ja schnell gegessen (und vergessen^^) und wären wir alle perfekt, wäre es doch auch irgendwie langweilig. Und du bist nicht allein: so richtig schön angebrannt – lecker 😀

    • Hi Sonja,
      da bin ich ja echt beruhigt das ich nicht alleine bin mit der verbrannten Grillwurst 😀 da klingt einem doch der Spruch der Eltern noch in den Ohren: „Das kannste essen, kratz das bissel ab und gut ist!“ war zumindest bei uns damals so *schmunzel…

      Der Frustfaktor steigt wirklich enorm wenn man vom hunderstel ins tausendstel geht, irgendwann ist man echt soweit das man sich sagt, Adios ich such mir ne Insel und fang ganz von vorne an sonst klappt das nicht mit dem Welt retten.

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