DIY, Minimalismus
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Küche Minimalisieren

Angekündigt hatte ich ja diesen Blogartikel schon nun hab ich es endlich geschafft ihn auch fertig zu tippen 🙂

Ich zeig euch erst mal drei Bilder wie meine Küche rund 20 Jahre lang aussah, also nicht über die Qualität der Bilder wundern. Ich bin zwar Fotografin aber meine Wohnung gehört nicht zu meinen Favorisierten Motiven, darum muste ich mal tief auf der Festplatte wühlen um überhaupt diese Schnappschüsse aus 2007 zu finden 😕  und dann erzähl ich mal was alles rausgeflogen ist, was bleiben durfte und was ich im DIY umgeändert hab.

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Auf dem Bild sieht man grad wie es aussah wenn Wäschewaschen anlag 😀 die Schale mit dem Obst steht normalerweise auf der Waschmaschine und der Eimer mit den Klammern steht in der Ecke unten an der Balkontür. Auch das Wäschegestell stand direkt an der Tür. Wenn aber Waschtag anliegt dann war/ist immer etwas umräumen angesagt, Gewöhnt man sich aber dran im laufe der Jahre *schmunzel…..

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Der Hängeschrank mit der Blauen Tür (sind zwei Stück) spielt beim DIY eine Rolle, genauso der Unterschrank mit der Schublade, darum mal so ein schiefes Bild 😀 (da steht aber auch viel Kram überall rum 😯 )

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Ja und hier sind dann auch zwei Schränke die, nämlich das Eckregal und der Topfschrank, eine Rolle spielen beim DIY.

Wenn ich mir das so ansehe heute, ist es ziemlich Chaotisch in meiner Küche gewesen 😀 aber eigentlich empfand ich es lange Zeit nicht so. Was mir jetzt so im Nachhinein noch auffällt ist, dass es ziemlich dunkel ist. Liegt wohl an der Farbwahl, Blaue Türen, Terrakotta an den Wänden und Sonnengelbe Raffrollos. Soll ich euch ein Geheimniss verraten? Die Farben haben sich so ziemlich überall in der Wohnung verbreitet, erstens weil ich es sehr gemütlich fand und zweitens, Raucherhaushalt 😳  puh nu ist es raus 😉 Schlimm ich weiß, aber seit Dezember 2014 wird in der Bude nicht mehr Gequalmt sondern auf dem Balkon 🙂 Vieeeeeel angenehmere Luft und endlich kann man wieder Weiß an die Wände malen ohne befürchten zu müssen das man alle zwei Jahre Renovieren muss \o/ sonst hätte ich nämlich dieses Jahr die Küche wieder machen müssen.

Vor knapp vier Jahren ging mir dann alles auf den Zeiger in meiner Küche und ich wollte Platz und Helligkeit und überhaupt Raum zum Atmen. Also fing ich an zu Planen was raus kann was noch zu verwenden ist und was eventuell Neu dazu kommt.

Von Anfang an war klar das der Tisch mit den beiden Eckbankteilen und Stühlen bleibt. Die sind so praktisch, weil man die selbst beziehen kann und sie bieten genug Platz zum sitzen wenn meine Mädels mit Anhang zu Besuch da sind. Selbst beziehen mit Stoff ist  heute meistens bei den neuen Eckbänken nicht so ohne weiteres möglich. Und dann bieten die Bänke Stauraum unter dem Sitz was auch nicht zu verachten ist. Die beiden Hängeschränke sollten auch bleiben nur nicht mehr an der Wand sondern sie sollten auf dem Boden stehen. Von den Topfschränken flog einer raus und das Regalbrett kam in den mit rein den ich behalten wollte. Das kleine Eckregal hat meine kleine Tochter inzwischen in ihrem Badezimmer als Hängeregal. Die Glasvitrine und der Zweitürige Unterschrank mit Schubladen sind rausgeflogen der Kühlschrank und der Eisschrank auch, die hat mein Vermieter übernommen für Leute die das grad brauchten. Die Truhe wo die Microwelle draufsteht ist auch rausgeflogen genau wie der Küchenwagen, den hat meine Große Tochter übernommen. Das Monster von Microwelle wurde gespendet, ich wollte eine kleine kaufen hatte aber nix gefunden was passte, mittlerweile haben wir aber festgestellt wir brauchen keine. Also wird es auch keine mehr geben 🙂 Geld gespart.

Der Kühlschrank und der Eisschrank wurden durch einen kleinen Kühlgefrierkombischrank ersetzt welcher für zwei Personen vollkommen reicht und wesentlich Energiesparender ist. Im ersten Jahr nach der Neuanschaffung haben wir sage und schreibe 700kwh Strom eingespart 😯  also das hat sich gelohnt! Ich muss aber dazu sagen das der Alte Kühlschrank 20 Jahre auf dem Buckel hatte und der Alte Eisschrank 40 Jahre, ich glaub das wurde Zeit oder? 😀

Neu dazu gekommen ist dann noch ein Großer Küchenwagen in den ich mich so Verliebt hatte das der in meine „Neue“ Küche rein musste egal wie 🙂 Die komplette Planung für den Umbau der Küche habe ich dann auf diesen Wagen abgestimmt und das ein und andere Teil fiel ihm zum Opfer 😀 aber egal ich musste diesen Wagen haben sonst wäre ich „gestorben“ :mrgreen:  Hattet ihr sowas auch schon mal für ein Möbelstück? Verrückt ich weiß, aber so ist das bei mir, andere Frauen sterben für Schuhe und Handtaschen ich für Möbel, Baumärkte und Fototechnik 😛

Rausgeflogen ist außer den schon beschriebenen Schränken auch etliches an Plastikschüsseln, Elektrokleingeräten, Geschirr und auch eine meiner Wuselschubladen muste dran glauben.

Fängt man erst mal an zu sichten was da so alles in den vielen Schränken versteckt ist stellt man schnell fest, einen Großteil hat man ewig nicht benutzt, vergessen das man es hat, findet man absolut unpraktisch usw.

Das flog raus:

Diverse Kaffeebecher, Plastikschüsseln (verteilt an meine Mädels), leicht defektes Waffeleisen (ich hatte zwei 🙄 nun eins wie sich das gehört 😀 ), Schweißgerät zum Tüten zuschweißen (von Oma bekommen nie benutzt), Eierkocher, Salatschleuder, 2 Babyessenwarmhalteteller ( nie benutzt weil sowas von überflüßig und unpraktisch), Minigemüseraspel, Dekokörbe mit Stoffblumen und etliche andere Deko, Büffetplatten in drei verschiedenen Größen, Tortenplatten in rund und eckig aus Plastik, diverse Gläser, 2 Einmachgläser mit undefinierbarem Inhalt 😯 , mehr fällt mir momentan nicht ein ist aber ja ein Gutes Zeichen dafür das die Sachen nicht fehlen 🙂

Die Renovierung:

Für die Wände und die Decke habe ich mir einen Farbton in einem leichten ganz hellen Graublauton mischen lassen und dann hab ich mit einem Flachpinsel losgelegt alles locker flockig anzupinseln. Die Terrakottafarbe die vorher drauf war wollte ich überall Stellenweise minimal durchblitzen lassen. Ich nenn das immer meinen Ordentlich Unordentlichen Streichlook *schmunzel.. Sonst wäre es mir zu platt und langweilig gewesen, ich mag es wenn es schon ein bissel abgegrabbelt/Shabby aussieht. Außerdem finde ich die Kommentare hinterher immer lustig, denn es gibt immer ein paar Schlaue die mir dann sagen: „Da hast du aber vergessen Farbe drüber zu malen!“ Von meiner Seite kommt dann nur ein: „Nö, das gehört so!“ und die Schlauen: „Oh ja hmm auch nicht verkehrt, gute Idee, sieht nicht schlecht aus.“

Auf die eine Wand kam dann eine Feldstein Fotomotivtapete. Da es schwierig ist von der „Stange“ eine zu bekommen die komplett über die ganze Wand geht, habe ich an den Seiten jeweils was frei gelassen und die verbliebene Bahn für unten zum Ansetzen genutzt, weil man die Dinger zu einem humanen Preis nicht für 3m hohe Wände bekommt. Auf Maß anfertigen lassen war mir zu teuer. Also wird improvisiert, da bin ich Meister drin 😀 Als das Vieh von Tapete endlich klebte hab ich mir aber Geschworen: „Das war das erste und auch das letzte mal das ich Fotomotivtapete klebe!“ Nee, nicht noch mal und schon gar nicht in einem Altbau, wo alles krumm und schief ist! Aber schick ist es trotzdem und ich freu mich nach wie vor an meiner Steinwand 😆

Der Fußboden bekam zwei Beläge um den Koch- und Sitzbereich auch noch mal optisch etwas zu teilen. Jetzt habe ich das erste mal einen glatten Belag vor dem Herd und kann rumsauen so viel ich will beim Kochen \o/ nach 24 Jahren Teppichboden in der ganzen Küche ist das jetzt mit dem PVC vorne einfach nur genial. Im Essbereich wollte ich aber nicht auf den Teppichboden verzichten, weil ich es schöner finde in einer Wohnküche auch ein bissel was kuscheliges an den Füßen zu haben 🙂

Die Hängeschränke habe ich mit weißer Folie auf der Front beklebt. Ich hab sie dann auf den Kopf gedreht damit die Löcher für die Griffe oben sind und habe neue Griffe aus Porzellan drangeschraubt. Unten kamen kurze schwarze Beine dran und um oben eine schöne Fläche zu haben, ließ ich im Baumarkt eine Fichtenholzplatte auf Maß zusägen. Die beiden Platten hab ich dann mit Powerstrips auf den Schrank geklebt. So kann ich jederzeit wenn mir danach ist die Schränke wieder als Hängeschränke verwenden, weil die Holzplatten ohne weiteres wieder abgehen und die Schraublöcher der Beine sind dann ja oben wo es keiner sehen würde 🙂 Alles in allem war es nur ein geringer Aufwand um aus den Alten Schränken was „Neues“ frisches zu machen. Preislich hält sich das auch auf absolut niedrigem Niveau. Einzig die Porzellangriffe fallen etwas aus dem Preisrahmen (für 4Stck. hab ich das gleiche bezahlt wie für die Platten, Folie und  Beine zusammen) aber die habe ich auch erst in diesem Jahr gekauft und nicht vor vier Jahren als ich die Küche renoviert habe 🙂 von daher ist das ganz OK für mich.

Die Raffrollos und Scheibengardinen für die Fensterdeko und den Lampenschirm habe ich aus vorhandenem Stoff selbst genäht, genau wie die alte Fensterdeko die war auch selber genäht und hängt jetzt bei meiner Kleinen Tochter in der Küche. Ist immer schön wenn selbstgenähtes noch weiter Verwendung findet.

Wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt mit lesen dann kommt jetzt auch endlich der Blick in meine Küche wie es nach der Renovierung aussah und noch aussieht 🙂

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So sieht das nu aus bei mir in der Küche 🙂 und nein es ist nicht extra Aufgeräumt worden für die Bilder, so sieht es immer aus. Klaro ist aber auch, wenn ich Wäsche wasche, oder Koche, oder grad was bastle, oder keine Ahnung was auch immer mache, dann steht und liegt auch mal was auf dem Tisch, dem Herd, der Spüle oder das Gestell steht bei schlecht Wetter dann unter dem Fenster in der Küche rum 🙂

Auch jetzt noch nach fast vier Jahren fühle ich mich immer noch sehr wohl mit meiner Minimalisierten Küche und habe NIX vermisst was rausgeflogen ist.

Puh 😆 ziemlich langer Artikel und ich denke das soll es jetzt aber auch gewesen sein 🙂 so lange Blogartikel liest doch eh keiner 😉

Dann wünsche ich euch jetzt erst mal einen schönen Sonntag

Liebe Grüße

Aurelia

6 Kommentare

  1. Die Küche sieht richtig toll aus, da hat sich die Aktion auf jeden Fall gelohnt! Bei mir ist es mittlerweile auch Routine, dass ich versuche, alles ein wenig minimalistischer zu halten – ich fühle mich so einfach wohler 🙂

    • Vielen Dank 🙂
      Ja der Wohlfühlstatus ist seit dem Minimalisieren bei mir auch
      drastisch gestiegen, besonders jetzt wo es so dunkel tagsüber ist, ist es
      einfach schön in eine helle luftige Küche zu kommen 🙂
      LG Aurelia

  2. Wow!
    Die Küche ist wirklich schön geworden und gottseidank nicht nur reinweiß – soll heißen es stehen auch ein paar farbige Obkekte herum, die das Ganze wieder auflockern.
    Aber die Helligkeit in der Küche, besonders im Vergleich zu vorher ist wirklich schön und die vielen liebevollen Ideen auch!
    Und ich mag es, das du viele alte Sachen neu umgesetzt hast und nicht einfach alles neu gekauft hast.
    Ein zuhause wird erst wohnlich meiner Meinung nach, wenn neues mit altem vermengt wird, zumindest wenn es auch vorher schon ein paar schöne Stücke gab´wie z. B. deine Eckbank aus Holz die mit wenigen Handgriffen verschönert werden konnte – um die hätte ich es schade gefunden.
    So konntest du auch deine Kreativität ausleben und dies macht, wie ich finde, ungeheuer Spaß und schont die Ressourcen und den Geldbeutel.
    Ich beneide dich ja um den Platz in deiner Küche, möbelmäßig besitze ich inzwischen nicht mehr wie du in der Küche, nur ist meine gerade mal 9qm bis 10gm groß und da sieht es leider wesentlich voller aus – nur noch mehr ausmisten mag ich nicht, denn das meiste brauche ich ja wirklich – bis auf ein paar schöne Stücke an denen aber mein Herz hängt.

    Sehr schön!

    LG, Angi

    • Hi Angi,
      vielen Dank für deinen Kommentar 🙂
      Der Platz in meiner Küche ist wirklich toll, es ist auch der größte Raum in unserer Wohnung.
      Freut mich das es dir so gut gefällt 🙂

      Liebe Grüße
      Aurelia

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