Frauensachen
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Zurück in die Berufswelt nach der Familienpause

Mit 50 nicht mehr ganz so einfach und das obwohl alle nach Arbeitskräften schreien!

Ja was ist denn da los? Ich dachte die suchen alle händeringend nach Fachkräften und Arbeitswilligen. Aber anscheinend doch nur nach jungen Leuten.

Wenn du als 50 Jährige nach langer Familienpause da anklopfst sieht die Sache ganz anders aus.

Da nutzt auch die gute Ausbildung und Lebenserfahrung die du mitbringst nix. Ich glaub mitlerweile das schreckt eher ab bei den Arbeitgebern/Personalchefs. Die haben vielleicht Angst das da eine im Gespräch vor ihnen sitzt die genau weiß was sie will und dementsprechend Verhandlungssicher ist und Durchsetzungsvermögen hat? Die nicht einfach zustimmt wenn der potenzielle zukünftige Chef jammert, daß er deine Gehaltsvorstellung unmöglich bezahlen kann, weil es ihm ja sooooo schlecht geht, er dich aber für deutlich weniger einstellen würde? Oder aber die haben einfach Angst das so eine „Alte Frau“ wenn sie die einstellen dauernd krank wird?

Ich hab da echt keine Ahnung was da in den Köpfen vorgeht wenn sie eine Bewerbung bekommen von Frau, 50 Jahre, lange Familienpause, ob da schon die Schranken zugehen? oder erst wenn sie dann lesen im Lebenslauf das die Frau diverse Jobs in der Pause doch gemacht hat und sogar eine Selbständigkeit dabei war? Naja, perfekter beruflicher Werdegang ist das eben nicht, aber wer hat den schon? Ist doch nix schlechtes wenn Frau, einiges zwischendurch gemacht hat in der langen Familienpause. Da sammelt sich über die Jahre jede Menge Erfahrung und Wissen an, was man sehr gut in der Berufswelt brauchen kann. Aber vielleicht bin ich ja auf dem völlig falschen Dampfer? ich weiß es nicht, sind halt so meine Gedanken.

Jedenfalls sind meine Erfahrungen was die Resonanz auf Bewerbungen seit Oktober angeht, völlig andere als sie mit 30/35 J waren. Da kam auf jede Bewerbung sofort eine Rückmeldung das die Bewerbung angekommen ist und jedesmal auch gleich ein Termin zum Vorstellungsgespräch. Was ich ziemlich cool fand denn zu der Zeit hatte ich immerhin noch die Kinder zuhaus, das war aber anscheinend kein Problem für die Firmen, man höre und staune.

Aber jetzt? keine Kinder mehr im Haus und Schwangerschaft ausgeschlossen von Alters her, da kommt nicht mal mehr eine Rückmeldung das die Bewerbung eingegangen ist, oder wenn doch dann dauert es nicht lang und es kommt die Absage ohne Gespräch *frust…..! Richtig mies fühlt es sich dann noch an wenn die Stelle mit der Absage weiterhin ausgeschrieben ist, da weiß man doch gleich warum man nicht mal zum Gespräch eingeladen wurde. Zu ALT, ZU LANGE RAUS!!!

Mag mich auch irren, aber so fühlt es sich an und das kenne ich so nicht und hatte es auch nicht erwartet. Das Frau mit 50 J. und langer Familienpause gar keine Chance bekommt, das hatte ich echt nicht erwartet. Ich finde es ziemlich Unhöflich und auch Respektlos einem Bewerber gegenüber, keinerlei Nachricht, nicht mal auf Nachfrage, zurück zu senden. Ist das heute so? das die Firmen nicht mal mehr einen Funken Anstand haben? und die einfachsten Dinge in Sachen Kommunikationshöflichkeit nicht mehr beherrschen? Richtig Scheiße sowas! Nennt mich da altmodisch oder auch Konservativ, aber ich erwarte einfach, das zumindest eine Mitteilung erfolgt, das meine Bewerbung eingegangen ist und wenn ich eben nicht passe, das eine Absage geschickt wird. Und allerspätestens erwarte ich das, wenn ich noch mal höflich Nachfrage. Aber nix? Nö ist einfach Scheiße und absolut in Sachen Anstand und Respekt ne glatte SETZEN SECHS!!!

Bin nun sehr gespannt was die Frau beim Arbeitsamt, die für mich als Berufsrückkehrerin extra zuständig ist, mir schönes erzählen kann und wie sie mich unterstützend kann, welche Möglichkeiten ich noch habe. Und sehr interessant wird noch, was sie zu meiner Meinung über den Umgang mit nicht Antworten seitens der Firmen sagt. Ob sie das so kennt oder ob es einfach nur an mir liegt, kann man ja nie wissen 🙄

So das muste ich hier einfach mal loswerden, macht damit was ihr wollt oder auch nicht 😉 nur kluge Ratschläge spart euch lieber, in dieser Sache bin ich zur Zeit echt auf Krawall gebürstet 😛

Aurelia

8 Kommentare

    • *lach…… das ist aber lieb von dir <3
      Daumen drücken hilft bestimmt und ich blick
      auch einfach mal vorsichtig positiv auf die Dinge
      die da kommen werden 🙂 (den Frust hab ich ja jetzt hier gelassen 😛 )
      denn was soll schon passieren ausser eben nix
      und dann ist das eben auch so ^^
      Herzliche Grüße
      Aurelia

  1. Änne sagt

    lach…. ich sag was. Wird aber nicht aufbauend sein.

    Keine Antwort auf Bewerbungen sind die Regel.

    Die Märchenstunde beim Arbeitsamt wird auf Bewerbungstraining, Qualifizierungsmaßnahmen oder kostenlose Probearbeit ( Praktikum ) hinauslaufen.

    Hat man finanziellen Hintergrund, kann man irgendwann den Arbeitgebern und dem Arbeitsamt den Rücken zuwenden (oder was man sonstwie möchte) . Ist man auf eine gerecht bezahlte Arbeitsstelle angewiesen (alleinstehend oder sonstwie), landet man nach einiger Zeit bei Hartz 4 .

    Neben den o.g. Maßnahmen kommen dann noch der 1 Euro Job und die Sanktionen hinzu. Und natürlich die Anträge —- kein Umzug, kein Nix ohne vorherigen Antrag.
    Wartezeit unbestimmt. Jederzeit Einsicht in die Kontodaten seitens der Arge und auch unangemeldete Wohnungsbesuche sind möglich. ( Privatspähre Fehlanzeige……… mach dich nackig du Bittsteller.)

    Früher nannte man solche Menschen Vogelfrei (selbstverständlich sehr krass ausgedrückt, aber den Kern trifft es, wie man bei manchen Politikern und Mitmenschen leider immer wieder erfahren muss) .

    Fazit: Jeder arbeitslose und langzeitarbeitslose (so lange, dass es schon Hartz 12 gibt) Mitmensch bekommt die beste Möglichkeit mit auf den Weg, in die Armutsfalle abzurutschen. Und…. dies trifft nicht nur die, auch und grad von den Medien so gern dafür herangezogenen Problemfälle ( rauchende, saufende, nichtstuende Vollassis….. -ich weiß gar nicht, wo die diese krassen Beispiele immer wieder finden- ), sondern auch sehr gut ausgebildete, erfahrene Akademiker.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Steht oder stand mal im Grundgesetz……. doch diese Würde wirft man beim Eintritt in das Arbeitsamt (der Arge) am Besten gleich in den, neben dem Eingang stehenden Mülleimer.

    Liebe Grüße und viel Glück

    Änne*

    * Name aus Schmach geändert, Hartz 12, Nichtraucher, Nichtalkoholiker, 60 Jahre, weiblich, Bildung und Ausbildung, hat zwar die Arbeit verloren, aber nicht die eigene Meinung.

    • Moin 🙂
      ups da hast du aber Saumäßige Erfahrungen gemacht mit den Ämtern.
      Dann drücke ich einfach mal die Daumen das es bei dir auch irgendwann besser wird 🙂
      Ja die eigene Meinung zu behalten ist wichtig und sich nicht schikanieren zu lassen,
      sprich seine Rechte zu kennen grad im Umgang mit Ämtern.

      Lg Aurelia

  2. Hallo Aurelia,
    ich find‘ das hast du sehr gut geschrieben! Es ist doch so.
    Sie schreien angeblich alle nach Fachkräften, Arbeitswilligen und was weiß ich.
    Aber der unausgesprochene Zusatz, man solle dabei bitte auch noch jung sein (trotz Arbeitserfahrung, einseinself…) und einen absolut unauffälligen Lebenslauf haben, der fehlt… Ich will mir gar nicht ausmalen, wieviele „Diamanten“, die das Unternehmen bereichert hätten, man all die Jahre deshalb schon im Klo runter gespült hat. Ich denke auch, was Besseres, als dich zum Bewerbertraining (selbst bei tadelosen Unterlagen!) zu schicken wird denen nicht einfallen. Wo die Würde dabei bleibt, das habe ich mich auch oft gefragt. Ich drücke die Daumen!

    • Moin 🙂
      na ich hoffe doch das die mir nicht mit Bewerbertraining um die Ecke kommen /o\
      ich wart einfach mal ab 🙂
      vielen Dank fürs Daumen drücken
      Lg Aurelia

  3. Aurelia,
    ja es wird nicht einfach aber es gibt immer eine Tür. Nicht aufgeben. Und wenn du den ersten Schritt machst. Wo willst Du arbeiten, was willst du, geh doch einfach auf die Firma zu. Nicht einfach aber….
    Ja am besten 19 Jahre und Erfahrung wie ne 60 jährige ink. Abitur und 3 Studiumsabschlüsse…
    LG
    Ursula

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