Alles andere, Kopfgewusel
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Ich geh mir grad selber auf die Nerven

(Triggerwarnung)

Ich bin zur Zeit von mir selbst genervt, weil es nicht so schnell voran geht wie ich gerne möchte. Immer wieder dieses Rauf und Runter bei meiner Gefühlslage, bei den Symtomen die sich Körperlich bemerkbar machen aufgrund der Depression und der Angststörung, ist sowas von Kacke!

Es nervt einfach, wenn ich einen Guten Tag hatte und am nächsten Tag ist es Morgens schon wieder alles anders und die Angst breitet sich aus, die Dunkelheit zieht wie ein Nebel durch den Kopf, obwohl nach dem Aufwachen ja eigentlich noch nix schlimmes passiert ist. Selbst wenn an diesem Tag nix ungewöhnliches ansteht, macht sich der Scheiß einfach breit und versaut mir den Morgen, ein paar Stunden oder gleich den ganzen Tag. Dann fang ich wieder von vorne an, am nächsten Tag, in der Hoffnung das es dann wieder gut ist, oder zumindest besser.

So absolut und überhaupt nicht mehr belastbar zu sein, ist für mich die Hölle. Sicher ich weiß das ich in den vergangenen Jahrzehnten einfach nicht wirklich auf das gehört habe was ich wirklich will und was ich grad fühle und so dazu beigetragen habe das mein Kopf nun mal wieder die Reißleine (so massiv und lange wie jetzt hatte ich es das erste mal als Jugendliche, davor und danach nicht wieder in solchem Außmas sondern nur kurze Phasen oder Tage) gezogen hat, aber hey, so allmählich muss er doch verstanden haben das ich jetzt aufpasse. Das ich jetzt laut und deutlich sage, dieses und jenes will ich jetzt grad nicht. Verdammt noch mal was will er denn noch?

Manche Sorgen (um Kinder und Partner) die ich mir mache die sind schlicht und einfach nicht möglich abzustellen und eigentlich völlig normal das man sie ertragen kann, ohne das der Körper/Kopf Amok läuft. Das hat doch sonst auch funktioniert, ich verstehs einfach nicht.

Die körperlichen Symtome sind unter anderem, Ohrgeräusche, Brustenge, das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen (was total beschissen ist weil ich manchmal nicht genau weiß ist es grad doch vom Asthma), im Hals so ein klumpiges Gefühl, zittrig, Puls beschleunigt, Gedankenrasen ohne Pause, Kraftlos, die sind dann mal alle auf einmal da und auch nur einzelne in ganz unterschiedlicher Zusammenstellung.

Es ist verdammt Anstrengend das alles fast jeden Scheiß Tag auszuhalten, obwohl ich ständig dran arbeite das es mir gut geht, das ich genau in mich hinneinhorche was möchte ich.

Ich führe seit Jahren ein Asthma Tagebuch und dort schreibe ich seit dem Ausbruch dieser Depressionsphase zusätzlich jeden Tag in Stichpunkten rein wie der Tag war. So kann ich zumindest ablesen ob ich Fortschritte mache. Tage die absolut komplett frei von Symtomen waren, also wirklich so ein Tag wie jeder Gesunde ihn fast immer hat, die laufen unter Perfekt, Tage mit nur ganz ganz geringen Symtomen laufen unter Guter Tag, dann gibt es noch durchwachsen, ging so, Kacke/Scheiße und wenns absolut Unterkante Kellerboden ist steht da Leer. Den hatte ich aber in den letzten Wochen so nicht mehr, die anderen haben sich alle bei mir getummelt, nur der Perfekte der war nur ein einziges mal da (bis jetzt, den will ich wieder oft haben).

Es ist als ob ich mein komplettes Ich umkrempeln muss das ich immer für das richtige Ich gehalten habe. Aber das war wohl ein Ich was eben nicht wirklich Ich war. Uff das hört sich ja jetzt auch kompett wirr an °o° /o\

Habt ein schönes Wochenende

Aurelia

 

PS: ich habe angefangen ganz tief drinnen zu wühlen und Dinge die mich schon als Kind verfolgt/belastet haben mal aufzuschreiben. Darüber wird es dann, wenn ich es Emotional schaffe, auch hier zu lesen geben. Es ist für mich ein aufarbeiten und ein ans Licht holen von meinem Inneren Kind. Die Kleine hat so lange still sein müssen, sie soll und muss einfach zu Wort kommen. So kann dann auch mein heutiges Ich besser verstehen warum es so ist wie es geworden ist. Eigentlich weiß ich es, aber es aufzuschreiben ist noch mal eine Therapie, Schreibtherapie 🙂

2 Kommentare

  1. Ach Mensch… ich kann nicht mehr tun, als hier zuzulesen und dir eine virtuelle Umarmung zu schicken. Und ich finde es gerade so schade, dass du nicht auch auf Instagram unterwegs bist. Es ist nicht besonders tiefsinnig dort, aber es ist nett, man kann gut „schnacken“ und es sind viele nette Menschen unterwegs (um den Rest kümmert man sich nicht *g*). Nebenbei bemerkt wollte ich damals mit Instagram beginnen, weil ich irgendwo (in der Flow war’s, glaube ich) von einer Frau gelesen hatte, die via Instagram einfach eine Art Glücks- u. Dankbarkeitstagebuch „anlegen“ wollte. Also: Jeden Tag einen schönen/besonderen (Glücks)Moment festhalten und ihn posten. Die Idee hat mir so gut gefallen, dass ich das auch machen wollte. Nun ja… nun fasele ich nur rum, aber das ist auch okay. Und hier fasele ich auch nur rum und mache eine Instagram-Reklame. ;D

    Ich drück dich und wünsch dir Sonnenschein! <3

    Alles Liebe

    Anna

    • Hach danke für die Umarmung *smile…
      du faselst doch nicht *gg… du zauberst grad ein großes Lächeln in mein Gesicht!
      Ach ja Instagram, ich schau ab und an auf deinem Account vorbei und mag ihn, aber
      ich bin noch weit entfernt von Instagram Infiziert *schmunzel… nee mich hat der
      Twittervirus fest im Griff \o/ dort gibt es unter dem #3guteDingedesTages auch sowas
      wie ein Glücksmomente Tagebuch 🙂 das fülle ich seit ein paar Tagen auch immer mal.
      Heute waren es z. B. ein Telefonat mit Schatz, Fotos gemacht von einem Admiral Schmetterling
      und ein lieber (deiner) Kommentar im Blog 🙂

      Hab noch einen kuscheligen Abend
      liebe Grüße
      Aurelia

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