Frauensachen, Kurz gesagt, Mach einfach
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Alle reden übers Essen

Da reihe ich mich mal ein und gebe auch meinen Senf dazu. Keine Angst gibt keine neuen Ernährungstipps oder sowas, nur meine eigene Erfahrung teile ich am Ende mit euch. Was ihr draus macht bleibt euch überlassen. Vielleicht kann ich euch ja überzeugen das ich gar nicht so daneben liege, vielleicht denkt ihr aber auch die Spinnt komplett wer weiß 😀

Was ist Essen überhaupt?

Oder auch anders gefragt, warum essen wir eigentlich?

Essen brauchen wir damit wir überhaupt Leben können. Trinken gehört natürlich auch dazu. Wir brauchen feste Nahrung und Flüßigkeit damit unser Körper es verbrennen kann, im Prinzip nix anderes als der Kraftstoff beim Automotor.

Keine Nahrung und Flüßigkeit, kein Leben!

Soweit so gut. Das weiß eigentlich auch jeder oder? Ich frag nur mal nach, weil das anscheinend heutzutage viele schlicht vergessen haben.

Wie sonst ist zu erklären das Essen/Trinken zu einem Hype gemacht wird? Woher sonst kommen diese ganzen Ernährungstipps, Ratgeber, Weisheiten, Diäten, Ernährungsphilosophien, Gutes Essen – Böses Essen Verfechter? Ok, wenn ich jetzt ganz böse bin sag ich einfach, die haben keine anderen Probleme und machen deshalb das natürlichste der Welt, nämlich Essen und Trinken, zu einen Problem damit sie einfach auch mal Probleme haben 😛

Jetzt aber mal im Ernst, ich kann verstehen wenn Menschen sich für Vegan oder Vegetarisch aus Ethischen Gründen entscheiden. Ich kann auch verstehen wenn Menschen die Allergien haben auf bestimmte Lebensmittel verzichten müssen, weil es sonst für sie tödlich enden kann. Aber den ganzen Rest kann ich nicht verstehen. Und ehrlich gesagt geht es mir ziemlich auf die Eier, wenn da dauernd ein neuer Trend in Sachen Essen auf den Markt geschmissen wird. Und alles blind hinterher rennt.

Es gibt ja kaum noch Menschen, so mein Eindruck, die schlicht und einfach auf ihren Körper hören können und dann wissen was er grade braucht.

Klugscheißermodus an:

„Das nennt man Bauchgefühl und natürliche Körperwahrnehmung.“ auch als Instinkt bekannt und der ist Angeboren.

Klugscheißermodus aus

Zurück zum Essen nach Bauchgefühl

Das ist gar nicht so schwer wie es sich vielleicht anhört. Das kann jeder, dazu muss er nur den Resetknopf zum Thema Ernährung drücken. Alles was man mal gehört hat und aufgeschnappt hat über Gutes Essen/Schlechtes Essen schlicht vergessen.

Und dann horch mal nach drinnen in deinen Körper worauf er jetzt grad Lust hat und ob er auch wirklich grad was Essen will. Vielleicht möchte er aber grad auch nur ein großes Glas zu Trinken. Aber aufgepasst das ihr nicht in die Frust und Langeweile Falle tapt. Die Frage solltet ihr euch ehrlich selber beantworten bevor ihr einem Essen wollen Drang nachgebt. Denn wenn du dich selber bescheißt und belügst dann wird das auch nix mit dem Essen nach Bauchgefühl 🙂

Essen was dir schmeckt und nicht was grad Hip ist

Am Anfang unseres Lebens haben die Eltern einen großen Anteil daran was wir Essen. Denn sie sind es die uns mit Nahrung versorgen. Da bildet sich dann im laufe der Kindheit so manche Vorliebe raus die auch die Eltern gerne essen. Aber auch Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel werden hier gelegt, weil wir genau beobachten und nachahmen was speziell Mama nicht essen mag. Fragt mal im Bekanntenkreis rum welche Dinge sie nicht essen und ob auch die Mama diese Dinge nicht mochte 🙂

Diese Abneigungen können aber irgendwann wieder verschwinden, wenn man nämlich anfängt doch mal zu probieren ob das was Mama nicht mochte nicht vielleicht doch lecker ist für einen selber. Bei mir war das unter anderem Käse in allen Varianten 🙂 Meine Mum hat ihn nicht gegessen und ich dementsprechend auch nicht. Mein Paps dagegen mochte gerne Käse. Als Jugendliche habe ich dann doch mal Käse probiert und fand ihn immer leckerer und heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen keinen zu mögen 🙂

Immer mal wieder verschiedene Lebensmittel probieren ist das beste was man machen kann um rauszufinden ob das ein oder andere nicht doch auf den eigenen Speiseplan passt. Genauso wichtig ist es aber auch Lebensmittel die einem nicht mehr besonders gut schmecken, zu streichen. Denn das ist ein untrügliches Zeichen das der Körper das nicht will und nicht braucht.

Ein Körpersignal auf das ihr am leichtesten mal achten könnt, ist das Verlangen nach Salzigem. Beobachtet mal wann ihr da am meisten Lust drauf habt. Bei mir ist es so das wenn ich viel geschwitzt habe z. B. beim Sport oder im Sommer bei hohen Temperaturen, danach einen Drang nach Salzigem habe und dem auch folge und solche Dinge esse die das befriedigen. Denn beim viel Schwitzen verliert der Körper Salze und Minerale die er danach dringend wieder auffüllen will und gibt Signal indem er Lust auf Salziges hat. Auch die Lust im Herbst/Winter vermehrt deftige und fettige Dinge zu wollen ist vom Körper berechtigt. Der möchte sich nämlich eine Winterspeckschicht anlegen damit er nicht friert 🙂 (das möchte der ein oder andere vielleicht nicht so gerne, da müst ihr das dann mal ausdiskutieren mit dem Körper 😉 )

Mein Weg

Essen was mir schmeckt und ich gerne mag, vieles einfach mal probieren wenn ich es nicht kenne, nur essen wenn ich wirklich Hunger habe und nur soviel bis ich gesättigt aber nicht propevoll bin. Selber Kochen (ich mag das nicht, mach es aber trotzdem 😆 ) schmeckt nämlich viel besser und nicht dauernd Fertigprodukte machen. Obst und Gemüse was Saison hat dazu. Schokolade und Chips dürfen auch sein wenn ich Hunger drauf hab, ich werde nämlich ganz unleidlich wenn ich mir das verbieten würde und sowas nicht im Haus hätte. Davon muss immer was da sein, ich will es nicht dauernd essen aber wenn doch, dann will ich den Schrank aufmachen und dann muss da was leckeres drin sein  :-D. Mit diesem Essverhalten fahre ich seit Jahrzehnten sehr gut und fühle mich wohl und bin gesund, der Arzt sagt bei Untersuchungen jedenfalls immer: „Wenn alle so gesund wären dann hätt ich nix zu tun.“

Das hört man doch gerne oder nicht? 🙂

Also dann, fangt einfach an zu essen was euch schmeckt und womit ihr euch wohlfühlt und vertraut darauf das eurer Körper ganz gut weiß was er braucht.

Einen ganz tollen Blogartikel zum Thema hat Anna geschrieben, sie wird nämlich auch Ernährungwahnsinnig 🙂 schaut mal bei ihr vorbei.

 

Liebe Grüße

Aurelia

 

PS: Was mir Sorgen macht beim Thema Nahrungsmittel sind die ganzen Chemikalien, Gifte, Genmanipulationen usw. die man nicht sehen, schmecken, riechen kann. Da sehe ich immer zu, daß ich gut informiert bin um zu Entscheiden ob es vom Speiseplan gestrichen wird oder ob ich es doch weiter vertreten kann das mein Körper das verdaut. Ist aber eine sehr schwierige und heikle Sache. Da wünsche ich mir viel mehr Aufklärung seitens der Hersteller.

6 Kommentare

  1. Hey Aurelia!

    Toller Artikel mit viel Persönlichkeit 🙂

    Ich stimme dir zu, dass man sein Bauchgefühl wieder erlangen sollte. Allerdings sehe ich die größte Hürde darin, wieder Zugang dazu zu bekommen, nachdem man bereits so stark beeinflusst wurde. Hat bei mir jedenfalls etwas gedauert. Da schätze ich etwas Hintergrundwissen doch sehr. 🙂

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Moin Philipp,
      freut mich das er dir gefällt 🙂
      stimmt das kann dauernd es wieder zu lernen, aber es lohnt sich.
      Und Hintergrundwissen ist immer gut wenn man es von allen Seiten kritisch beleuchtet und nicht blind dran glaubt.
      Ich werf mal zwei Stichpunkte rein, zu viel Salz oder zu viel Ei, wie oft wurden da schon die Richtwerte rauf und runter bewegt.

      Liebe Grüße
      Aurelia

  2. Hallo Aurelia!

    Mir ist wichtig so wenig industriell hergestellte Nahrung wie möglich zu essen.

    Das bedeutet, dass ich fast alles selbst koche/herstelle. Aus den Grundzutaten, die muss ich natürlich schon kaufen. Das Gemüse, das Getreide etc.

    Mir geht es seitdem spürbar besser. Auch seitdem ich den Zucker sehr drastisch reduziert habe.

    lg
    Maria

    • Moin Maria,
      da geht es dir ja so wie mir mit dem selbst Kochen 🙂
      Kochst du denn gerne? Ich nicht, aber ich mache es trotzdem. Gibt
      bei mir aber überwiegend schlichte Gerichte die zwar bei der Vorbereitung
      und dem Zubereiten etwas Zeit brauchen, aber dafür dann auch für zwei bis drei Tage reichen 🙂
      Zumindest am Wochenende, da mag ich nicht ewig in der Küche stehen und überlegen
      was koch ich denn nu. In der Woche gibt es dann überwiegend Sachen die schnell in 20 min.
      zubereitet sind.

      Lg
      Aurelia

  3. Tina sagt

    Hallo Aurelia,
    deinen Beitrag finde ich super. Ich finde, jeder muss seinen eigenen Weg finden wenn es um Ernährung geht, das ist etwas sehr individuelles. Natürlich gibt es die Grundregeln, was eine sinnvolle Nahrung ist und was nicht, das trifft auf jeden zu. Deine Empfehlung, einfach das zu essen, was einem schmeckt, ist nicht so ganz einfach. Weil das viel nach Gewohnheit läuft, Gelüste falsch interpretiert werden und es Substanzen in Nahrugnsmitteln gibt, die auf das Suchtzentrum wirken. Das sind die Faktoren, warum viele Lust auf ungesunde Nahrung haben. Wenn es so einfach wäre, hätten wir keine ernährungsbedingten Zivilisationskrankeiten…Liebe Grüße

    • Hi Tina,
      freut mich das dir der Beitrag gefällt.
      Was die Gewohnheit betrifft und auch die Substanzen die eventuell das Verlangen nach bestimmten
      Nahrungsmittel suchtartig erhöhen, das ist sicher ein Problem. Ich meine aber, daß wenn man sich
      wirklich mit seinem Körper auseinander setzt, dieses Verlangen gut kontrollieren kann. Denn wenn man
      sein Essverhalten wirklich nach Bauchgefühl macht, tappt man irgendwann nicht mehr in diese Fallen 🙂
      Dauert sicher seine Zeit und verlangt auch ein bischen Disziplin, aber es wird dann zur Gewohnheit im
      guten Sinne.
      LG Aurelia

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