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-Wasserkante-

Am Wasser ist es schön und hier bei mir gibt es viel Wasser. Ist ja auch kein Wunder wenn man in einer Hafenstadt wohnt, wo auch das Meer nicht weit weg ist. Das Bild welches ich heut mitgebracht hab ist aber nicht vom Meer, sondern an der Geeste entstanden. Die Geeste schlängelt sich durch unsere Stadt und teilt sie. Ist immer wieder schön dort und sehr ruhig, mag ich 🙂

-Wasserkante-

Was kommt dabei raus, wenn man die Camera mal knapp über den Boden hält und dann den Auslöser drückt ohne zu schauen was sie da im Fokus hat? Man möchte meinen nur Mist, da sie ja nicht von allein einen besseren Winkel wählt oder den Fokus von selbst auf den interessanteren Teil legt und dort dann scharf stellt. Also meine hat jedenfalls nicht zu mir gesagt: „dreh mich mal da hin“ oder „halt mich doch mal weiter nach oben dort ist der beste Fokuspunkt“ *lach* Nein, ganz im Gegenteil sie war Mucksmäuschen still und hat nur „Klick“ gemacht und das wars. Ich war gespannt als ich mir das Ergebniss angeschaut habe ob das überhaupt was geworden ist.

Das ist bei raus gekommen: (zum vergrößern drauf klicken)

Ein ruhiges Foto knapp oberhalb der Wasserkante, mit Treibsel im Vordergrund. Den Weisabgleich hat sie auch nicht selbständig neu eingestellt und so ist der verschoben und gibt dem Foto diesen kühlen Blauton. Also ich muss sagen mir gefällt es, was meine Camera da so allein fabriziert hat, sehr gut.

Probiert es doch auch mal aus und schaut was eure Camera so sieht 🙂

Einen schönen Sonntag

Aurelia

Diagnose

Eigentlich sind Diagnosen ja auch nur ein einordnen in eine bestimmte Schublade, weil man nicht der gängigen Norm entspricht. Mag ich nicht, denn was ist schon die Norm? Ist die Norm das einzig wahre? Kann ein Mensch eine Norm haben? Ein Mensch ist doch kein Ding wie ein DIN A4 Blatt, also was soll das mit der Norm? Aber ich schweife ab, Diagnosen können aber auch manchmal sehr hilfreich sein und endlich Klarheit geben was da bei einem so in Unordnung ist. Da bekommt man dann endlich die Puzzleteile die einem fehlen, um zu erkennen wie man sich in Zukunft selbst besser versteht.

Es passt plötzlich vieles zusammen und erklärt paradoxe Verhaltensweisen, undefinierbare Kopfwelten, innere Zerrissenheit, wiederkehrende anhaltende Suizidgedanken, Essstörungen, quälende Leere, selbstzerstörerische Wut, selbstverletzenden Hass, Stimmungswechsel von jetzt auf gleich und wieder zurück mitunter zig mal am Tag, sich selbst nicht aushalten können, andere nicht aushalten können und doch nicht wollen das sie weg gehen, ich kürz mal ab  Chaos pur und ich mittendrin Borderline.

Seit dem zweiten Therapiegespräch weiß ich die Diagnose, beim ersten hatte sie schon gesagt das alles was ich ihr an Problemen/ Symptomen erzählt habe in die Richtung deutet. Je mehr wir mittlerweile gesprochen haben umso deutlicher und klarer wird mir das es passt wie Arsch auf Eimer, wie total kaputt und Irre (sorry für die Wortwahl, aber ich brauch den Galgenhumor). Zu wissen, dass sich hinter der Depression und der Angststörung noch etwas versteckt was aber eigentlich der Hauptgrund ist und die Depression und die Angststörung die Begleiter sind, hat mich zuerst ziemlich geschockt, aber nach dem ersten Schock war ich auch froh nun Klarheit zu haben, denn nicht alles was so in mir drin ist war mit Depression und Angst zu erklären, da war noch was was nicht wirklich zu benennen war.  Jetzt weiß ich es und kann in der Therapie dran arbeiten und  hoffentlich einen besseren Umgang damit lernen. Wobei ob das jetzt beschreibt was ich meine, kann ich nicht sagen, denn ich lebe mit Borderline ja schon ziemlich lange und hab mich da so durchgewuselt ohne zu wissen was das ist. Es war dieses anders, du bist nicht richtig, du passt irgendwie nicht, alle anderen passen nicht, du willst gar nicht passen, die anderen wollen nicht das du dazu passt, in die Richtung ist es richtig fühlt sich aber falsch an, aber du fühlst es eigentlich gar nicht, was ist es was du da grad fühlst, ist da überhaupt was zum fühlen, wie geht das richtig zu fühlen, Gefühle hab ich die überhaupt, was bin ich denn eigentlich, bin ich überhaupt, warum bin ich hier, wie kann ich sein wenn ich nicht weiß wer ich bin, wozu soll ich sein wenn ich nicht richtig bin……

ein Puzzle mit 10 Teilen

kann nicht 11 haben

dann ist eins anders

und gehört nicht dazu

(Andrea B.) 

Mit der Therapie hoffe ich jetzt, dass es die richtige Entscheidung war und das sich für mich Erkenntnisse ergeben die mir helfen mit diesem Durcheinander strukturierter umzugehen. Denn meine bisherigen Taktiken, verdrängen, Masken aufsetzen, verleugnen, Gefühle kontrollieren, so tun als sei man wie alle anderen usw. haben nicht geholfen sondern immer mehr Chaos angerichtet,  so das ich bis heute meistens nicht weiß und unterscheiden kann was ist wirklich mein Ich, was fühlt es und was braucht es.

Die Therapeutin passt auf jeden Fall sehr gut und ich habe Vertrauen zu ihr, kann sogar ganz offen reden, was mich wirklich erstaunt, denn das sind zwei Dinge die mir immer schwer fallen, Vertrauen und offen sagen was ist. Also kann es nur die richtige Entscheidung sein 🙂

Ah und noch was, rennt jetzt bitte nicht alle los und googelt Borderline, denn dort steht ziemlich viel erschreckendes unter dieser Diagnose. Und wie es bei jeder Diagnose ist und ihren dazugehörigen Symptomen, es ist bei jedem Betroffenen unterschiedlich und individuell. Nicht jeder Betroffene hat alle Symptome und Verhaltensweisen!!! Das ist bei jedem anders, weil eben jeder auch ein Individuum ist 🙂

Ich werd euch hier im Blog, wenn ich es grad kann, immer mal ein wenig Einblick geben, wie das so ist mit diesem Chaos zu leben und wie ich mit der Therapie so klar komm. Ob die mir hilft, oder ob das noch mehr Chaos macht, denn das denke ich oft, dass es vielleicht noch mehr Chaos macht und nicht der richtige Weg ist. Das ist aber auch wieder so typisch ich, immer und immer wieder: „ja – nein – ja – nein – ja……….“ Endlosschleife  😯

So bevor ich jetzt noch mehr von meinem widersprüchlichen Kopfgewusel hier in die Tasten haue, wünsch ich euch lieber einen schönen Montag 🙂

Aurelia

Dumme Kommentare

Ich hab mich ja gewundert, dass ich bisher von sowas verschont wurde. Spamkommentare sicher, jede Menge, aber dumme beleidigende Hasskommentare hab ich hier noch nicht gehabt.

Nun, einmal ist immer das erste mal /o\

Da fühlte sich doch gestern jemand mit dem hübschen Namen Angewidert und einer ziemlich coolen E-Mail nutzloser-internet-müll-de dazu genötigt, mir unbedingt als Kommentar das zu hinterlassen: „dieses depressive rumgejammere ist ja ekelhaft“

Scheint das der/die wohl keine einsame Insel möchte. Ihm/ihr ist die Welt wohl gut mit all dem Hass, da scheint er/sie sich wohl sehr wohl zu fühlen. Ist mir recht, aber ich habe auch das Recht das doof zu finden.

Solch Kommentare sind der Grund warum ich nach wie vor den Kommentarbereich moderiere. Obwohl ich oft überlegt habe ihn gleich freischalten zu lassen. Nö, ich bleib dabei hier wird moderiert! Mein Blog, meine Regeln und wer sich Scheiße benimmt fliegt raus!

Dann mal einen schönen Montag

Aurelia

September 2018

Das Kalenderbild für den September hab ich heut dabei. Ist ja schon wieder ein Monat rum, bald steht Weihnachten vor der Tür *gg…

Die Buchsbaumkugeln auf dem Bild sind mein Werk, die hab ich als Winzlinge gepflanzt und dann über die Jahre so in Form geschnitten 🙂

Heute gibt es den Garten nicht mehr und die Kugeln haben vielleicht einen anderen Liebhaber gefunden, das weiß ich aber nicht. Kann sein das die jemand gerettet hat bevor das Grabeland dort verwildert ist, jetzt dahin fristet und wartet das es Bauland wird. Der Streit um dieses Gebiet ist noch nicht abgeschlossen. Stadt will Bauland, aber es gab Unterschriftensammlung dagegen, Ausgang noch offen.

(zum vergrößern aufs Bild klicken)


 

September 2018

– vier –


 

Ich brauch ne einsame Insel

Eine wo es einfach nur friedlich ist, nix von der Welt da draußen durchdringt. Die Welt da draußen tut mir nicht gut, sie verstärkt die kontinuierliche innere Anspannung die ich habe, nur noch mehr. Ich komme nicht gegen an, oder nur mit sehr großer Mühe, es nicht an mich ranzulassen. Ich bin ein Mensch der nicht gerne die Augen verschließt vor Problemen, ich will etwas dagegen tun und da es vielfach unmöglich ist, verzweifle ich daran. Dann bin ich total ausgelaugt und fertig als wenn ich mehrere Ironman absolviert hätte. Absolut kraftlos und leer und will nur noch zusammen gerollt in einer Ecke vom Sofa liegen.

Zu versuchen meinen eigentlich vorhandenen Optimismus da drüber zu packen, gelingt nicht. Es bleibt dieses machtlos und hilflos Gefühl.

„Du kannst sie nicht alleine retten, keiner kann das allein“

Aurelia