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Was macht eigentlich deine Depression?

Der geht das zur Zeit wohl ziemlich schlecht, denn sie ist ziemlich still und sagt nicht viel, nur mal kurzes rumzicken \o/ Ich muss aber sehr aufpassen nicht zu viel auf einmal zu wollen und wie so ein wild gewordener Handfeger 100 Dinge auf einmal zu machen. Selbstfürsorge ist angesagt und das ist ja so ein Ding was ich überhaupt nicht kann, oder sagen wir lieber nicht konnte, denn ich arbeite dran und es klappt besser. Nicht optimal, nicht ohne das ich doch immer mal wieder ein schlechtes Gewissen habe (ja da spricht dann die Depression) weil ich nicht so viel schaffe, weil ich schnell überfordert bin, weil ich schnell müde und ausgelaugt bin, aber ich gönne mir dann die Pause oder die Ruhe oder das zurückziehen oder das absagen, weil ich es dann brauche. Ich hatte euch im letzten Jahr (glaub ich) erzählt das ich eine Therapie gemacht habe. Das war von Mitte November bis Ende Februar eine Online Therapie. Warum ich das gemacht habe? Nun ich hatte schreckliche Angst davor mir einen Therapeuten …

Depression-Ich bestimme was mir gut tut und was ich brauche!

Ärzte sind ja eigentlich ne gute Spezies, aber manchmal nehmen sie sich einfach zu wichtig und fühlen sich doch sehr erhaben über uns einfaches Fußvolk. Darum wohl auch diese netten Bezeichnungen, Halbgott in weiß, Experte usw. Aber meiner Beobachtung nach leiden sie auch an einem sehr angekratzten Selbstwertgefühl oder Ego. Dann nämlich wenn sie plötzlich einen Patienten vor sich sitzen haben, der sie nicht ohne wenn und aber anbetet, der seine Kunst des Heilens doch mal infrage stellt, der sich selber informiert und ihn nun bittet dazu etwas zu sagen. Da bekommste dann im besten Fall gar keine Antwort oder nur ein Stirnrunzeln oder aber du hast richtig Pech und er baut sich vor dir auf wie son Oberlehrer und knallt dir seine ganze Kompetenz (die ich ihm dann aber abspreche bei dem getue) um die Ohren und spricht dir ab überhaupt irgendeine Ahnung von deiner Krankheit zu haben. Enden tut es dann gerne auch noch mit dem Urteil, wernn sie alles besser wissen warum sind sie dann überhaupt hier, oder auch, wenn sie sich …

Depression und lustig passt das?

Depressionen und die ewige Frage an sich selbst: „Darf ich trotzdem lustig sein und Freude empfinden?“ Für nicht Betroffene hört sich das bestimmt nach Paradox an, ist es aber nicht. Im Gegenteil es ist dieses verfluchte immer alles in Frage zu stellen und sich selbst schlecht machen, was viele Depressive (fast) ständig begleitet. Aus diesem Kreislauf kommste einfach nicht raus, auch wenn du dich abstrampelst wie blöde. Mal funktioniert es mit erlernten Strategien ne Zeit ganz gut und dann kommt irgendwas ums Eck oder auch einfach so aus heiterem Himmel und du hängst wieder drin in diesem ständigen Frage und nur beschissene oder keine Antworten Spiel. Besonders gerne passiert das wenn es mir grad ganz gut geht, dann blitzt da diese fiese kleine Frage auf, „warum freust du dich eigentlich?“ Ja warum eigentlich? Ich hab Depressionen und da freut man sich nicht, da hat man keine Gefühle und schon gar keine Glücksgefühle. Und dann beginnt das Frage Antwort Spiel im Kopf und alle positiven Argumente werden promt bombardiert mit schön negativen Sätzen um ja nicht …

Harte Arbeit mit mir selbst – Depression und Angststörung

Gleich mal vorweg, wenn euch das Thema Depression auf den Nerv geht und ihr hier nicht mehr davon lesen wollt, dann kann ich das gut verstehen. Aber ich muss euch auch sagen das es mich sehr beschäftigt und ich noch einiges dazu hier schreiben werde. Ihr habt ja die Wahl einfach nicht mehr hier zu lesen oder aber die Artikel über Depression einfach auszulassen mit lesen. Ich habe diese Wahl nicht, denn die Depression ist ein Teil von mir, der nicht weg geht und der jetzt endlich, nach Jahrzehnten im verborgenen, aufgearbeitet werden möchte. Oder sagen wir, nicht die Depression an sich will aufgearbeitet werden, sondern die ganze Geschichte meines frühen Lebens die dazu geführt hat das sie überhaupt mein Begleiter geworden ist und bis heute einen Teil meines Ichs ausmacht. Je mehr ich mich damit beschäftige und es analysiere und begreife was genau die Ursachen und Auslöser waren, umso mehr Verständniss kann ich mir selbst entgegenbringen und Akzeptieren das ich so ticke wie ich eben ticke. Es ist nicht mehr dauernd dieses Gefühl da, …

War das zuviel? Doch noch nicht voll belastbar, Scheiß Depression!

Da bellt er wieder, der schwarze Hund, nicht sehr laut aber ich höre ihn. Er will mir wohl sagen das es (doch?) zuviel war am Wochenende, von Samstag bis Montag, mit dem was ich alles gemacht habe. Kleine Warsignale gab es an den drei Tagen zwar auch, aber man ey, ich will doch auch einfach nur mal wieder ganz normal die paar Dinge machen die ich sonst auch locker an einem Wochenende gemacht habe. Es ging die Tage davor soweit gut, in meiner Einteilung heißt das „Guter Tag“, also hab ich auch überhaupt nicht geglaubt, oder dran gedacht, daß es hinterher dann so Scheiße wird. Denn wenn ich jetzt auch noch anfange drüber nachzudenken, daß es mir nach Aktivitäten doch wieder schlecht geht, ja dann kann ich mich auch gleich erschießen. Nee das will ich nicht, ich will das es ganz normal ist einfach Aktivitäten spontan und auch geplant zu machen und zuzusagen, ohne drüber zu Grübeln und abzuwägen, ob es danach wieder ausgelaugte leere dunkle Tage gibt. Was hab ich denn nu alles gemacht …