Alles andere, Kopfgewusel
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-Selbstbestimmt-

Wenn eins ins andere greift,

Körper und Geist völlig aus dem Ruder läuft,

die Angst lähmt und der Abgrund naht,

am Boden liegend das letzte Fünkchen nutzen um um Hilfe zu bitten,

ein winziges Helferlein bekommen und Erleichterung spüren,

irgendwas stimmt nicht und Wiederstand macht sich breit,

das ist nicht mein Weg dieses Helferlein wollte ich nie,

es verändert mich das bin nicht mehr ich,

abwägen und selbstbestimmt entscheiden das nehm ich nicht weiter,

mein Verstand fängt an wieder in die richtige Richtung zu denken,

leicht ist es nicht die Tiefe lauert,

ich weiß aber das ich es kann,

nur für eine Weile mal wieder aus den Augen verloren hatte.


Seit Tagen schreibe ich an einem langen Text der die Zeilen oben dann besser verstehen läßt. Dauert aber noch darum hier schon mal kurz.

Ich möchte nicht mehr Versteck spielen wie ich es mein ganzes Leben getan habe. Ich möchte frei sagen können „Ja mir gehts grad Scheiße“ „Ich hab grad Angst“ „Ich will heut nix hören nix sehen nix sagen, ich will mit meinem Kopf alleine sein“ „Ich habe Depressionen und Angststörungen“……..

Bis hier her zu kommen und den Mut zu haben auszusprechen das ich Depressionen und Angstörungen habe war nicht leicht und ist es auch jetzt noch nicht. Mut gemacht haben mir die vielen anderen im Netz die es schon geschafft haben und offen darüber schreiben und sprechen. Es ist unglaublich wie gut es einem selber tut zu lesen das es anderen genauso verwirrend-beschissen-kraftlos-leer geht wie einem selber. Man ist nicht mehr alleine und denkt dauern man sei falsch.

Wie gesagt der ausführliche Text ist in Arbeit, ich danke euch fürs lesen 🙂

Aurelia

2 Kommentare

  1. Petra sagt

    Hallo Aurelia, heute muss ich mich, als sonst stille Leserin ohne Blog, einfach mal zu Wort melden. Chapeau, dass Du Dich überwunden hast, hier über Deine Depression und Angststörung zu schreiben, Aus eigener, leidvoller jahrelanger Erfahrung weiß ich genau, wie schwer es ist, dies vor der Öffentlichkeit, sprich Familie, Freunde, Bekannte und Kollegen zu thematisieren. Aber es tut so gut, sich endlich nicht mehr hinter fadenscheinigen Ausreden und Notlügen verstecken zu müssen. Diese Erkrankungen gehören zu uns, dass sind wir, ob uns das jetzt passt oder nicht. Auch das Annehmen und nicht immer Vergleichen mit anderen schafft Erleichterung. Die Energie, die man für’s „Verstecken“ und Fassade aufrecht halten braucht, lässt sich viel sinnvoller einsetzen!

    Ich wünsche Dir von Herzen viel Kraft und ein liebevolles Umfeld, das Dich auf Deinem Weg begleitet und unterstützt.

    Petra

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