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Moin

Noch jemand da? Oder hab ich alle verschreckt mit den letzten beiden Blogbeiträgen? Braucht keine Angst haben, ich bin immer noch die Gleiche die den Blog hier auch ins Leben gerufen hat *schmunzel…

Ich bin auch nicht gefährlich oder will irgendwelche Leute um die Ecke bringen, obwohl gäbe da son paar Kandidaten aus der Weltherrscherelite…..ähh lassen wir das lieber 😀 Nee nu mal ernsthaft, es hat mir sehr gut getan hier im Blog über meine Depression und Angststörung offen zu schreiben. Es war mir auch klar, daß es eventuell Leser kosten wird, aber wie bei allem was ich hier so auf dem Blog von mir gebe, jedem Leser kann ich es nicht recht machen und will ich auch gar nicht 🙂 Es wird immer so sein das einem nicht komplett alles gefällt was der Blogger schreibt.

Das ist dann wie mit dem Beitrag über Möwen die nicht auf Bäumen sitzen. Als der hier erschien, Reaktionen fast keine, fand ich aber nicht schlimm, ich wollte das einfach los werden *gg…. Mittlerweile ist es aber so, daß Suchanfragen zu Möwen in Bäumen bei mir landen °o° Genial, ich bin nicht allein die so komische Gedankengänge hat \o/

Und dann kommen ganz viele Suchanfragen bei mir an die eine Anleitung möchten wie man Minimalismus macht. Joar hmm… das weiß ich auch nicht. Ich hab zwar mal versucht in Worte zu fassen, Minimalismus warum macht man das?, aber das ist keine Anleitung. Eine Anleitung kann man schreiben zum Schrank bauen oder zum Pullover stricken, aber zu einer Lebenseinstellung? Nö, das geht nicht! Tipps geben oder beschreiben wie und warum man manches anders macht, klar das geht. Aber eine Punkt für Punkt Anleitung nicht.

Gibt ja auch keine Anleitung wie man das Leben macht/lebt 🙂 wobei es gibt da ja viele Blogs die genau das versuchen. Da stehen dann immer so Sachen wie: 5 Dinge die dein Leben besser machen oder 10 Dinge die du jetzt sofort lassen solltest oder mit diesen Tipps bist du sofort Glücklich. Ok, vielleicht helfen diese Anleitungen ja wirklich, ich bin da skeptisch. Steht ja eigentlich nix drin was man nicht selber schon weiß, zumindest wenn man mal ein wenig Nachdenkt. Aber vielleicht sind diese Anleitungen ja der Schubs den der ein oder andere grad braucht, wer weiß 🙂

Ich schubs euch jetzt einfach in den Sonntag

liebe Grüße

Aurelia

Ständige Begleiter Angst und Depression

Es wird wirr und könnte Triggern, ich schreib seit Tagen dran, es kommt ständig weiteres dazu, es einigermaßen in die Reihenfolge zu bringen ist nicht leicht. Zweifel immer wieder ob ich das hier überhaupt on stellen will. Ja nein vielleicht doch ganz bestimmt, es erleichtert schon irgendwie es rauszulassen und gleichzeitig macht es auch verletzlich und angreifbar. Wer hier schon lange mitliest kennt die Lyrik Kategorie und wird da schon eine Ahnung bekommen haben von dem was hier jetzt zu lesen ist. (im Blog von gestern war die Kurzform zu lesen)

Am Tiefpunkt angekommen der Weg zum Hausarzt der zusätzlich auch Psychologe ist, hatte mit den AD erst Erleichterung gebracht, dann die Allergiehölle und dann inneren Wiederstand und Ablehnung.

Fünf Tage AD genommen dann hatte ich die Schnauze voll von den Nebenwirkungen und der Wiederstand gegen diese Tabletten wuchs enorm. So ein Zeug wollte ich meinem Körper nicht weiter zumuten. Denn es kann nicht angehen das man eine Tablette nimmt und dann etliche andere Medikamente braucht um die Nebenwirkungen erträglich zu machen. Die Krönung war dann eine Kortisondepot Spritze weil mir der Hals langsam zuschwoll durch die heftigen Allergieschübe.

Die Spritze hat dann zwar den Hals wieder aufgemacht und der starke Fließschnupfen ging etwas zurück, dafür brannte am nächsten Tag die Haut von Gesicht und Hals wie Feuer und war Knallrot wie bei einem Sonnenbrand. Das blieb dann auch bis ich die AD am sechsten Tag nicht mehr genommen habe. Am siebten war das heiße und rote noch etwas da und dann verschwand es erst mal, kommt aber zwischendurch immer noch mal leicht wieder. Bin mir nicht sicher ob es auch eine Nebenwirkung der AD ist und nicht nur vom Kortison.

Mein Kopf und mein Körper haben sich jedenfalls eindeutig gemeldet und mir gezeigt das sie keine AD wollen, sondern das ich lieber mal nachdenke und recherchiere wo denn diese heftige Depressionsphase mal wieder hergekommen ist. Denn mir ging es eigentlich sehr stabil bis sie sich langsam und schleichend und dann immer heftiger über die Monate seit Anfang des Jahres breitgemacht hat.

Ich hab viel gelesen dazu und dann die Puzzleteile gefunden die dieses heftigen Schub wohl ausgelöst haben. Magnesiummangel und der muss wohl gereicht haben um meinen eh immer etwas Depressiven Kopf völlig von der Rolle zu bringen. Meine ersten Depressiven Schübe als Kind/Jugendliche/Erwachsene da lagen massive Probleme im sozialen Umfeld vor, aber diesmal eben nicht, daher kann ich es nur mit dem Mangel an Magnesium erklären. Und ich finde das auch gut diese Erklärung denn sie zeigt mir ziemlich eindringlich das ich wieder viel besser auf meinen Körper und meinen Kopf aufpassen muss. Grad was auch mein Essverhalten angeht, Raubbau ist nicht so toll.

Das diese schlimme Episode wahrscheinlich unter anderem mit dem Ungleichgewicht in meinem Körper und Mineralhaushalt zu tun hat, da hab ich noch weitere Indizien für gefunden beim Nachdenken. Im Dezember hatte ich eine Kehlkopfentzündung und bekam über den Jahreswechsel Antibiotika. Antibiotika so segensreich sie auch sind, sie sind auch ein Magnesiumräuber. Ich hatte die letzten Monate vermehrt Krämpfe in den Füßen und immer mal wieder fast Wadenkrämpfe, das ist ja meist auch ein Zeichen von Magnesiummangel. Dann schwitze ich wie verrückt und das seit längerer Zeit ja verstärkt gegenüber der Menge die ich sonst hatte. Denn viel Schwitzen war bei mir immer schon, aber es hat sich in letzter Zeit massiv verstärkt. Und bei so starkem Schwitzen ist klar was passiert, da verliert man jede Menge an Salzen und Mineralien °o° und dann kommen noch die Wechseljahre hinzu, die ja auch noch im Körper Umstellungen betreiben. Seit einigen Tagen schon schreibe ich an diesem Artikel, in einem Rutsch zu schreiben war nicht möglich, weil in meinem Kopf alles auf einmal raus will, aber so wirr ist, daß ich es mühsam auseinander pulen muss. Mein Stresspegel war wohl auch extrem hoch, der Körper hat das auch angezeigt mit, erst vereinzelten Ohrgeräuschen und dann dauerhaftem Ohrgeräusch mal auf einem mal auf beiden Ohren. Die Intensität war so unterschiedlich das es mal zu ignorieren war und mal mich in den Wahnsinn getrieben hat. Ohrgeräusche habe ich immer mal wieder gehabt schon immer, aber seit Anfang des Jahres nahmen sie in der Häufigkeit zu und betrafen dann auch beide Ohren und nicht wie ich es kannte nur das rechte °o° Was jetzt den Stress angeht, hätt einer gesagt du hast Stress, hätt ich ihn ausgelacht, ich hab keinen Stress, wovon denn? Von dem bischen Haushalt? Von meiner Zeit die ich mir frei einteilen kann? Was soll da denn Stress auslösen?

Ich hab die letzten Tage mal intensiv reingehorcht bei mir und ja auch wenn man seine Zeit frei einteilen kann und nur Hausfrau (wie ich diesen Ausdruck hasse, aber egal so kann sich jeder meinen Alltag vorstellen) ist kann Stress entstehen. Der kommt dann nicht aus der Ecke überarbeitet, sondern aus der Ecke doch nicht genug auf sich selber aufgepasst und geachtet. Sondern alles vergraben, verschwiegen, versteckt, perfekt funktionieren, schuldig gefühlt für Dinge die ich gar nicht zu verantworten habe (Beisp. das kaputt gehen von Gegenständen wie z.B. Kühlschrank) und da waren einige. (Absolut typische Verhaltensmuster bei mir über Jahrzehnte antrainiert und perfektioniert, das bloß ja niemand das wahre innere Chaos bemerkt. Wie bekloppt eigentlich, ich weiß wo einige Ursachen zu suchen sind und habe trotzdem nie bewußt versucht was wirklich dran zu ändern. (Andere Ursachen werde ich nie ändern können weil sie in der Kindheit passiert sind, die kann ich nur verarbeiten, schwer und schmerzlich, aber die kann man nun mal nicht mehr Rückgängig machen) Ist ja auch klar, es hat ja bisher auch immer funktioniert mit aufgesetztem Gefühlsleben herum zu laufen und das innere Chaos hab ich dann mit mir selbst ausgemacht und versucht es an die Leine zu legen, unter dem Deckel einfach zu ersticken. Auf Dauer kann es nicht gutgehen, irgendwann platzt der Behälter weil er dem Überdruck nicht mehr standhalten kann.) Da hat sich dann auch die Angststörung massiv breit gemacht und wurde unkontrollierbar. Ich schob das erst auf eine Verschlimmerung meines Asthma, weil Brustenge und Angstgefühl habe ich dabei auch, aber so wie sich das immer weiter aufgebaut hat konnte es nicht nur vom Asthma sein. (Auch wieder so typisch, alles auf rein körperliche Ursachen versuchen zu schieben.) Ein Besuch bei der Lungenärztin hat das dann auch bestätigt, keine Verschlimmerung. Nee das nicht richtig Atmen können, ist pure Angst und durch die völlig falsches Atmen, was dann alles verkrampfen lässt und noch mehr Angst macht.

So kommt dann eins zum anderen, ein Teufelskreis. Durch das Ungleichgewicht und Jahrelange unterdrücken, verschwand der eh schon nur mäßige Appetit, Folge beschissene Ernährung, teilweise viel zu wenig gegessen, Gewichtsverlust bei eh schon Untergewicht, Angstgefühle völlig aus dem Ruder gelaufen, Enge Gefühl im Brustkorb und Hals teils vom Allergischem Asthma teils durch die Angst, nicht mehr deuten können wo kommt die Enge und das Druckgefühl überhaupt jetzt her, Angst steigert sich, Gedankenkarussel hört überhaupt nicht mehr auf, Kraft überhaupt was zu machen verschwindet immer weiter, Aufstehen am Morgen fällt unglaublich schwer aber du willst ja funktionieren, tiefe Leere macht sich breit, Gefühle ausser Angst sind völlig weg, die Angst steigert sich in Panikattacken, nix geht mehr, ständig Müde, aber Abends nicht ins Bett finden weil Dunkel und Abend besser zu ertragen ist als der lange Tag der vor einem liegt, Schwindelig und Zittrig morgens manchmal auch den ganzen Vormittag, wissen du must mehr Essen und kannst es nicht weil dir ein Klumpen im Hals hängt und das Schlucken teilweise einfach nicht geht, Konzentrieren auf irgendwas geht so gut wie gar nicht, Sprechen wird langsamer und leiser bis völlig stumm, ins leere starren, dann wieder ein Tag der sich normal anfühlt und wieder so schnell weg ist wie ein Lufthauch, rauf und runter wie eine Achterbahn, Zweifel da je wieder raus zu kommen, Angst völlig den Verstand zu verlieren, Angst das alle sehen was los ist, Gedanken daran das ich auch einfach weg kann weil eh alles sinnlos, Fallen ins Bodenlose, der letzte Strohhalm das Gespräch beim Arzt, das erste mal im Leben sagen müssen was sich da hinter der Fassade wirklich abspielt, gezielte Fragen vom Arzt sich verstanden fühlen, dann sagt er ich möchte ihnen AD verschreiben damit sie erst mal wieder Boden unter die Füße bekommen, mir ist alles Scheiß egal Hauptsache irgendwas bringt mich wieder in die Spur und wenns AD sind die ich niemals nehmen wollte.

Die Ad haben wie oben geschrieben zum einen geholfen zum anderen irgendwas an Wiederstand in mir ausgelößt. Dieser Wiederstand hat jetzt zur Folge das ich endlich nach zig Jahren anfange auszusprechen wie es mir wirklich geht. Das ist gut, sehr ungewohnt noch und macht mir auch Angst aber es fühlt sich auch gut an. Ich lerne das ich nicht für alles und jeden die Verantwortung tragen kann, sondern das es nicht schlimm ist diese irgendwann mal an sich gerissenen Verantwortungen wieder abzugeben. Die Verantwortung für mich selber die will ich aber alleine tragen, ohne AD die in meinem Gehirn rumfurwerken, denn Kontrolle über mich die darf nur ich haben und sonst keiner. Die Kontrolle über mich zu verlieren oder abzugeben oder das ein anderer sie über mich hat, ist der pure Horror für mich.

Depressionen und Ängste gehören schon immer zu meinem Leben dazu, sie sollen mir nur nicht die Freiheit nehmen über mich selbst zu bestimmen. Verstecken wollen sie sich aber auch nicht und das haben sie deutlich gemacht. Sie wollen ein akzeptierter Teil von mir sein über den ich auch einfach reden darf wie über Glücksgefühle. Sie zu verstecken und zu verleugnen nach aussen hin hat zwar funktioniert, aber jetzt war der Kessel endgültig übervoll und ist mit Überdruck geplatzt.

Reicht jetzt erst mal mit Text, alles so aufzuschreiben fordert Energie von mir, die ich noch nicht wieder ohne Limit Einschränkung zur Verfügung habe, ich muss aufpassen auf mich. Das vergangene halbe Jahr hab ich verloren auf den Schattenseiten, da will ich endlich wieder raus und auf die Sonnenseite. In kleinen Schritten ohne mich zu überfordern, auch wenn jetzt schon mal wieder ein paar Gute Tage da waren. Aufpassen und nach innen horchen wie geht es mir grad wirklich. Ich lerne 🙂

Aurelia

-Selbstbestimmt-

Wenn eins ins andere greift,

Körper und Geist völlig aus dem Ruder läuft,

die Angst lähmt und der Abgrund naht,

am Boden liegend das letzte Fünkchen nutzen um um Hilfe zu bitten,

ein winziges Helferlein bekommen und Erleichterung spüren,

irgendwas stimmt nicht und Wiederstand macht sich breit,

das ist nicht mein Weg dieses Helferlein wollte ich nie,

es verändert mich das bin nicht mehr ich,

abwägen und selbstbestimmt entscheiden das nehm ich nicht weiter,

mein Verstand fängt an wieder in die richtige Richtung zu denken,

leicht ist es nicht die Tiefe lauert,

ich weiß aber das ich es kann,

nur für eine Weile mal wieder aus den Augen verloren hatte.


Seit Tagen schreibe ich an einem langen Text der die Zeilen oben dann besser verstehen läßt. Dauert aber noch darum hier schon mal kurz.

Ich möchte nicht mehr Versteck spielen wie ich es mein ganzes Leben getan habe. Ich möchte frei sagen können „Ja mir gehts grad Scheiße“ „Ich hab grad Angst“ „Ich will heut nix hören nix sehen nix sagen, ich will mit meinem Kopf alleine sein“ „Ich habe Depressionen und Angststörungen“……..

Bis hier her zu kommen und den Mut zu haben auszusprechen das ich Depressionen und Angstörungen habe war nicht leicht und ist es auch jetzt noch nicht. Mut gemacht haben mir die vielen anderen im Netz die es schon geschafft haben und offen darüber schreiben und sprechen. Es ist unglaublich wie gut es einem selber tut zu lesen das es anderen genauso verwirrend-beschissen-kraftlos-leer geht wie einem selber. Man ist nicht mehr alleine und denkt dauern man sei falsch.

Wie gesagt der ausführliche Text ist in Arbeit, ich danke euch fürs lesen 🙂

Aurelia

Zwei Jahre wenig reicht auch

Wer hätte das gedacht, schon wieder ein Jahr rum 🙂

Mein Blog hat heute schon den zweiten Geburtstag und er ist ganz schön gewachsen seit dem letzten Geburtstag. Die Besucher werden immer zahlreicher und sie trauen sich auch immer mehr mal einen Kommentar hier zulassen, vielen Dank mal an dieser Stelle dafür 🙂

Denn was wäre ein Blog so ganz ohne Leser oder Kommentare? Ok das geht auch, aber viel schöner ist doch der Austausch und das gelesen und gefunden wird was man so schreibt. Gefunden wird mein Blog mittlerweile über ganz viele Suchanfragen bei ganz unterschiedlichen Suchmaschinen, das ist richtig cool, anscheinend mache ich auch ohne gezieltes SEO alles richtig 🙂 Denn auf SEO hab ich so gar keine Lust *gg…. ich bin da noch Altmodisch und mache ganz einfach Schlagworte die ich meine das sie gut sind und fertig 😀 Funzt ja, und ich spar mir den gezielten SEO Kram *faul bin…. 😀

Von Beginn an war mein Blog Werbefrei und das wird auch so bleiben. Auch Kooperationen gehe ich nicht ein. Ich möchte weiter absolut unabhängig über das Bloggen was mir im Kopf rum geht, was mich bewegt, was mich begeistert. Ich möchte einfach das ihr immer wisst wenn ich mal über ein Produkt berichte, es einzig und allein um meine Meinung dazu geht und nicht im Hintergrund noch jemand da was vorschreibt 🙂 Nee nee, alles mein ureigener Gedankenwahnsinn hier und das gefällt mir :mrgreen:

Sollte ich da irgendwann doch mal was ändern, werde ich es euch in einem Blogbeitrag schreiben Versprochen!

Das soll es denn auch gewesen sein mit Bloggeburtstags Gedöns 😀 ich freue mich wenn ihr weiterhin vorbei schaut, bis bald

Aurelia