Minimalismus, Stricken-Häkeln-Nähen
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Strickjacke aus Wollresten

Kennt ihr das auch, daß die Wollreste bei euch zu einem Berg anwachsen und ihr keine Idee habt was ihr noch draus machen könntet? Meist sind diese einzelnen Resteknäuel ja auch sowas von klein, das nix gescheites draus zu Stricken oder Häkeln geht. Ausser vielleicht ne Luftschlangenkette 😀

Ich hab da eine Idee für euch mitgebracht, wie ihr fast alle Knäuel auf einmal los werdet und hinterher ein kunterbuntes Unikat anziehen könnt.

Anleitung Strickjacke aus Wollresten

Für die Jacke sucht ihr euch ein Strickmodell und die Anleitung nach eurem Geschmack aus. Alles was an Wollresten bei euch so zu finden ist, mal auf einen Haufen werfen und wiegen ob es für eine Jacke reicht. Sonst wie wäre es mit einer Weste oder einem kurzen Pulli? Ihr habt die Qual der Wahl 😀

Ich hatte für meine Jacke überwiegend Baumwollgarne verwendet. Für die Bündchen habe ich eine Polyacrylwolle verwendet, weil sie weniger stark ausleiert beim tragen. Das ist aber Geschmackssache. Von der Bündchenwolle hatte ich noch jede Menge Reste darum taucht sie auch im Muster der Jacke wieder auf.

Das Muster

Für das Muster habe ich ein Perlmuster genommen. Das läßt sich ganz einfach und schnell Stricken. Immer eine Masche rechts, eine Masche links abwechseln und in der nächsten Reihe dann umgekehrt. Das Bündchen ist mit eine Masche rechts, eine Masche links gestrickt. Rückreihe stricken wie die Maschen erscheinen.

Für die vielen bunten Flächen habe ich frei Schnauze die verschiedenen Farben so lange verstrickt bis ein Knäuel zu Ende war. Beim Farbwechsel in einer Reihe die Fäden miteinander verkreuzen, damit keine Löcher entstehen. Damit die Flächen nicht zu langweilig werden sind sie auch noch unterschiedlich gestuft. Am besten könnt ihr das sehen wenn ihr euch die Bilder anschaut, da erklärt es sich von selbst denke ich 🙂

Angefangen habe ich mit zwei Farben und dann halt wechseln wenn ein Knäuel zuende ist.

Die Knöpfe für die Jacke hatte ich noch liegen, sie gehörten mal zu einem Kleidungsstück welches ich für Maxi Aurelia genäht hatte als sie noch Lütt war. Hier passten sie dann wieder sehr gut, bunte Jacke und Rote Salinoknöpfe geht doch prima 🙂

Das vernähen der ganzen Fäden wenn die Jackenteile fertig gestrickt sind, ist allerdings eine ziemlich blöde Aufgabe 🙄  😛 das wollte ich euch nicht verschweigen 😀 aber es lohnt sich! Die Jacke habe ich mittlerweile auch schon mehr als 20 Jahre. Waschen geht Problemlos in der Maschine im Wollprogramm und zum trocknen glatt auf dem Gestell ausbreiten, dann bleibt sie in Form.

Ich wünsche euch viel Spass beim Stricken und falls ihr noch Fragen habt, fragt einfach ich beiße nicht 🙂

Aurelia

4 Kommentare

  1. Schon mehr als 20 Jahre? Ja genial, die ist dir toll gelungen! Die Jacke sieht überhaupt nicht so alt aus und hat sich super gehalten. Ausserdem passt sie mit den vielen Farben zu beinahe allem. Das nenne ich mal eine sinnvolle Resteverwertung….
    Ich hab vor einiger Zeit auch mal meine vielen Schurwollreste zu einer Wolldecke vernadelt, und ich freue mich immer noch drüber. Lustigerweise waren alle Reste in Altrosa-, Weinrot-, Hell- und Dunkelblau-, Grau- und Schwarztönen, sodass die Farben prima zueinander passten.
    Ich sags immer wieder: Die Freude ist viel grösser, wenn man was selber gemacht und ausserdem auch noch nachhaltig agiert hat!
    Herzliche Grüsse!

    • Moin 🙂
      die Freude über selbstgemachtes ist wirklich die beste. Deine Restedecke hattest du glaub ich mal
      erwähnt in einem Blogartikel bei dir? Ich kann mich noch erinnern das du es interessant fandest wegen der Farben
      die du als Reste liegen hattest, weil die so wunderbar zusammenpassten 🙂
      Bei meiner Jacke bin ich selber erstaunt das sie noch so gut aussieht und das nach so vielen Jahren. Obs an der Qualität der Wolle
      von damals liegt? Wobei ich mich noch gut erinnern kann das die nicht unbedingt teuer waren.
      Liebe Grüße

  2. Vor genau soviel Jahren kam das Patchwork-Stricken auf. Kennst Du das auch? Die Idee war, dass man Resten verwendet. Die Modelle in den Büchern waren aber alle so schön harmonisch – da wurde viele neue Garne verwendet. Schade eigentlich, aber verständlich für ein Buch.
    Bei Ravelry war vor etwa einem Jahr die Vorgabe für einen KAL Resten zu stricken. Und da habe ich als Versuch eine Kinder-Jacke gestrickt. Und zwar nur aus Resten von Sockenwolle.
    Darf ich den Link hier einfügen?
    http://von-herz-und-hand.blogspot.ch/2016/07/gestrickt-tobi-jackchen.html
    Es ist ganz anders gestrickt, als Deine Version, gell…
    Aber Deine Jacke gefällt mir sehr gut und das abgestufte Muster stelle ich mir noch kompliziert vor. Aber wunderschön. Und irgendwie kommt so eine Jacke nie aus der Mode Mir gefällt sie.
    Liebe Grüsse
    Milena

    • Moin Milena,
      Patschworkstricken da kann ich mich nicht mehr dran erinnern 🙂 aber ist ja lustig
      das es damals modern war *schmunzel…
      Deine Jacke ist auch toll geworden. Das sind dann alles einzelne kleine Stückchen die hinterher zusammengenäht werden oder?
      Das Muster bei meiner Jacke mit den Stufen ist eigentlich gar nicht kompliziert 🙂 ist wie wenn man Motive einstrickt, da wird dann
      ja nach einer Zählanleitung gestrickt, ich habe es hier einfach nach Lust und Laune gestrickt ohne Zählen denn eine Anleitung gibt es
      nicht da es mein eigener Entwurf ist, Kopfgewusel sozusagen *lach…
      Liebe Grüße
      Aurelia

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