Alle Artikel mit dem Schlagwort: Schattenseiten

Selbstfürsorge und Achtsamkeit

Hört sich richtig gut an und in der Therapie wird großer Wert drauf gelegt das man es lernt, beherzigt und auch umsetzt. Aber…. Ja da gibt es ein aber, ein ganz RIESEN GROßES! Wenn man es sein Leben lang nicht gemacht (gelernt) hat, sich selbst als wichtig zu sehen, dann fühlt man sich als riesen großes Arschloch und Egoistenarsch, wenn man ein Nein sagt weil grad alles zuviel ist. Du weißt dann zwar das es für dich richtig ist und doch knallt dir dein Inneres um die Ohren, daß du total mies bist und andere nur Enttäuschen kannst, das du ein Versager bist, das du es nicht verdient hast das sich überhaupt noch jemand mit dir abgibt usw….. Ob das mit der Zeit besser wird wenn man sich mehr in Selbstfürsorge und Achtsamkeit übt, wer weiß. Zur Zeit klappt Selbstfürsorge und Achtsamkeit mit mir ohne Scheiße fühlen nur, wenn dabei nicht noch unmittelbar andere mit involviert sind, heißt ich nicht etwas absage wo ich vorher zugesagt habe oder etwas nicht machen kann obwohl ich erst …

Diagnose

Eigentlich sind Diagnosen ja auch nur ein einordnen in eine bestimmte Schublade, weil man nicht der gängigen Norm entspricht. Mag ich nicht, denn was ist schon die Norm? Ist die Norm das einzig wahre? Kann ein Mensch eine Norm haben? Ein Mensch ist doch kein Ding wie ein DIN A4 Blatt, also was soll das mit der Norm? Aber ich schweife ab, Diagnosen können aber auch manchmal sehr hilfreich sein und endlich Klarheit geben was da bei einem so in Unordnung ist. Da bekommt man dann endlich die Puzzleteile die einem fehlen, um zu erkennen wie man sich in Zukunft selbst besser versteht. Es passt plötzlich vieles zusammen und erklärt paradoxe Verhaltensweisen, undefinierbare Kopfwelten, innere Zerrissenheit, wiederkehrende anhaltende Suizidgedanken, Essstörungen, quälende Leere, selbstzerstörerische Wut, selbstverletzenden Hass, Stimmungswechsel von jetzt auf gleich und wieder zurück mitunter zig mal am Tag, sich selbst nicht aushalten können, andere nicht aushalten können und doch nicht wollen das sie weg gehen, ich kürz mal ab  Chaos pur und ich mittendrin Borderline. Seit dem zweiten Therapiegespräch weiß ich die Diagnose, beim …

Dumme Kommentare

Ich hab mich ja gewundert, daß ich bisher von sowas verschont wurde. Spamkommentare sicher, jede Menge, aber dumme beleidigende Hasskommentare hab ich hier noch nicht gehabt. Nun, einmal ist immer das erste mal /o\ Da fühlte sich doch gestern jemand mit dem hübschen Namen Angewiedert und einer ziemlich coolen E-Mail nutzloser-internet-müll-de dazu genötigt, mir unbedingt als Kommentar das zu hinterlassen: „dieses depressive rumgejammere ist ja ekelhaft“ Scheint das der/die wohl keine einsame Insel möchte. Ihm/ihr ist die Welt wohl gut mit all dem Hass, da scheint er/sie sich wohl sehr wohl zu fühlen. Ist mir recht, aber ich habe auch das Recht das doof zu finden. Solch Kommentare sind der Grund warum ich nach wie vor den Kommentarbereich moderiere. Obwohl ich oft überlegt habe ihn gleich freischalten zu lassen. Nö, ich bleib dabei hier wird moderiert! Mein Blog, meine Regeln und wer sich Scheiße benimmt fliegt raus! Dann mal einen schönen Montag Aurelia

Ich brauch ne einsame Insel

Eine wo es einfach nur friedlich ist, nix von der Welt da draußen durchdringt. Die Welt da draußen tut mir nicht gut, sie verstärkt die kontinuierliche innere Anspannung die ich habe, nur noch mehr. Ich komme nicht gegen an, oder nur mit sehr großer Mühe, es nicht an mich ranzulassen. Ich bin ein Mensch der nicht gerne die Augen verschließt vor Problemen, ich will etwas dagegen tun und da es viellfach unmöglich ist, verzweifel ich daran. Dann bin ich total ausgelaugt und fertig als wenn ich mehrere Ironman absolviert hätte. Absolut kraftlos und leer und will nur noch zusammen gerollt in einer Ecke vom Sofa liegen. Zu versuchen meinen eigentlich vorhandenen Optimismus da drüber zu packen, gelingt nicht. Es bleibt dieses machtlos und hilflos Gefühl. „Du kannst sie nicht alleine retten, keiner kann das allein“ Aurelia

Depression und lustig passt das?

Depressionen und die ewige Frage an sich selbst: „Darf ich trotzdem lustig sein und Freude empfinden?“ Für nicht Betroffene hört sich das bestimmt nach Paradox an, ist es aber nicht. Im Gegenteil es ist dieses verfluchte immer alles in Frage zu stellen und sich selbst schlecht machen, was viele Depressive (fast) ständig begleitet. Aus diesem Kreislauf kommste einfach nicht raus, auch wenn du dich abstrampelst wie blöde. Mal funktioniert es mit erlernten Strategien ne Zeit ganz gut und dann kommt irgendwas ums Eck oder auch einfach so aus heiterem Himmel und du hängst wieder drin in diesem ständigen Frage und nur beschissene oder keine Antworten Spiel. Besonders gerne passiert das wenn es mir grad ganz gut geht, dann blitzt da diese fiese kleine Frage auf, „warum freust du dich eigentlich?“ Ja warum eigentlich? Ich hab Depressionen und da freut man sich nicht, da hat man keine Gefühle und schon gar keine Glücksgefühle. Und dann beginnt das Frage Antwort Spiel im Kopf und alle positiven Argumente werden promt bombardiert mit schön negativen Sätzen um ja nicht …