Alle Artikel mit dem Schlagwort: Therapie

Diagnose

Eigentlich sind Diagnosen ja auch nur ein einordnen in eine bestimmte Schublade, weil man nicht der gängigen Norm entspricht. Mag ich nicht, denn was ist schon die Norm? Ist die Norm das einzig wahre? Kann ein Mensch eine Norm haben? Ein Mensch ist doch kein Ding wie ein DIN A4 Blatt, also was soll das mit der Norm? Aber ich schweife ab, Diagnosen können aber auch manchmal sehr hilfreich sein und endlich Klarheit geben was da bei einem so in Unordnung ist. Da bekommt man dann endlich die Puzzleteile die einem fehlen, um zu erkennen wie man sich in Zukunft selbst besser versteht. Es passt plötzlich vieles zusammen und erklärt paradoxe Verhaltensweisen, undefinierbare Kopfwelten, innere Zerrissenheit, wiederkehrende anhaltende Suizidgedanken, Essstörungen, quälende Leere, selbstzerstörerische Wut, selbstverletzenden Hass, Stimmungswechsel von jetzt auf gleich und wieder zurück mitunter zig mal am Tag, sich selbst nicht aushalten können, andere nicht aushalten können und doch nicht wollen das sie weg gehen, ich kürz mal ab  Chaos pur und ich mittendrin Borderline. Seit dem zweiten Therapiegespräch weiß ich die Diagnose, beim …

Was macht eigentlich deine Depression?

Der geht das zur Zeit wohl ziemlich schlecht, denn sie ist ziemlich still und sagt nicht viel, nur mal kurzes rumzicken \o/ Ich muss aber sehr aufpassen nicht zu viel auf einmal zu wollen und wie so ein wild gewordener Handfeger 100 Dinge auf einmal zu machen. Selbstfürsorge ist angesagt und das ist ja so ein Ding was ich überhaupt nicht kann, oder sagen wir lieber nicht konnte, denn ich arbeite dran und es klappt besser. Nicht optimal, nicht ohne das ich doch immer mal wieder ein schlechtes Gewissen habe (ja da spricht dann die Depression) weil ich nicht so viel schaffe, weil ich schnell überfordert bin, weil ich schnell müde und ausgelaugt bin, aber ich gönne mir dann die Pause oder die Ruhe oder das zurückziehen oder das absagen, weil ich es dann brauche. Ich hatte euch im letzten Jahr (glaub ich) erzählt das ich eine Therapie gemacht habe. Das war von Mitte November bis Ende Februar eine Online Therapie. Warum ich das gemacht habe? Nun ich hatte schreckliche Angst davor mir einen Therapeuten …

2017 zum Glück fast vorbei

Wenn ich etwas nicht noch mal brauche, dann ist es so ein Jahr wie dieses! Und dabei habe ich das Gefühl das es sehr kurz war, oder anders es war Komprimiert bzw. ich fühle es als wenige Wochen kurz °o° Ich habe die ganze Zeit das Gefühl das ich dieses Jahr gar nicht wirklich gelebt habe, ok bis auf wenige Glücksmomente, denn die gab es doch. Aber sie waren so schnell wieder weg wie ein Flügelschlag vom Schmetterling. Es bleibt also überwiegend dieses Lochding Gefühl das 2017 vorbei ist ohne das ich aktiv drin war. Wenn ich irgendwann mal gefragt werde wie war denn 2017 für dich was hast du erlebt, dann kann ich nur sagen: „2017? Gab es das? Da war ich nicht dabei!“ Ok bevor ich euch jetzt alle nach unten ziehe so kurz vorm Jahreswechsel, das will ich nämlich nicht :-), erzähle ich euch lieber noch worüber ich positiv Überrascht bin, das gab es nämlich auch. Es kommt etwas bei mir in Bewegung und ich merke das es mir immer besser gelingt, …

Harte Arbeit mit mir selbst – Depression und Angststörung

Gleich mal vorweg, wenn euch das Thema Depression auf den Nerv geht und ihr hier nicht mehr davon lesen wollt, dann kann ich das gut verstehen. Aber ich muss euch auch sagen das es mich sehr beschäftigt und ich noch einiges dazu hier schreiben werde. Ihr habt ja die Wahl einfach nicht mehr hier zu lesen oder aber die Artikel über Depression einfach auszulassen mit lesen. Ich habe diese Wahl nicht, denn die Depression ist ein Teil von mir, der nicht weg geht und der jetzt endlich, nach Jahrzehnten im verborgenen, aufgearbeitet werden möchte. Oder sagen wir, nicht die Depression an sich will aufgearbeitet werden, sondern die ganze Geschichte meines frühen Lebens die dazu geführt hat das sie überhaupt mein Begleiter geworden ist und bis heute einen Teil meines Ichs ausmacht. Je mehr ich mich damit beschäftige und es analysiere und begreife was genau die Ursachen und Auslöser waren, umso mehr Verständniss kann ich mir selbst entgegenbringen und Akzeptieren das ich so ticke wie ich eben ticke. Es ist nicht mehr dauernd dieses Gefühl da, …

Biste echt depressiv? Oder tust du nur so?

Was ist das denn für eine Überschrift fragt ihr euch vielleicht? Wer hier schon lang mitliest kennt sowas ja von mir, daß es da mitunter sehr eigenartige Gedankengänge oder wie ich es nenne Kopfgewusel geben kann. Seit ich mir selbst eingestanden habe das ich Depressionen habe und dann auch beim Arzt war, habe ich Unmengen an Blogs, Tweeds, Berichten usw. von Betroffenen von Ärzten von Selbsthilfegruppen usw. verschlungen. Es hilft zum einen sehr zu lesen das man nicht allein ist mit dieser Macke im Kopf und zum anderen auch dabei sich selbst besser zu reflektieren und Mechanismen, schädliche Routinen und Verhaltensmuster bei sich selbst zu erkennen. Geht mir jedenfalls so. Auf der anderen Seite stoße ich beim vielen Lesen auf Aussagen und Texte wo mein konfuser Kopf ruck zuck in die Grübelfalle läuft. Diese Grübelfallen sind bei mir nicht nur mit Negativ besetzt, sie können auch sehr viel positiv enthalten. Grübelfalle klingt zwar erst mal negativ, ist es aber nicht zwangsläufig, nur zur Erklärung, bevor jemand meint mir raten zu wollen, dann lies halt den …