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Ein Kleid für „Emil“

Kennt ihr Emil? Das ist mein neuer Begleiter und er brauchte dringend was zum Anziehen 😀

Maria hatte auf ihrem Blog gezeigt das sie ihre Flaschen mit einem Gestrickten Kleid verschönert hat und das fand ich toll. Die Idee ein Häkelkleid für meinen Emil zu machen war da. Es gibt zwar auch Kleider zu kaufen für Emil, aber die sind mir zu dick und Emil würde damit zu viel Platz in meiner Handtasche brauchen.

Emil mit Kleid

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Kurz Anleitung

5 Luftm. anschl. zum Ring schließen, 6 – 8 Feste Maschen in den Ring Häkeln und mit einer Kettm. verschließen.

Weiter mit Festen M. Häkeln und in jede 2 M.  2 Feste M. als Zunahme Häkeln, Runden wieder mit Kettm. schließen.

Der Boden ist fertig wenn er eine Runde kleiner ist als der Flaschenboden.

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Dann grade hoch Häkeln mit Festen M. ohne Zuhnamen bis zum Flaschenhals, da eine Reihe Stäbchen Häkeln noch eine Reihe Feste M. als Abschluß und fertig.

Eine Kordel drehen und durch die Stäbchenreihe Fädeln, einen einfachen Knoten machen und die Kordelenden verknoten.

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Mein Emil ist eine 0,4 l Flasche, wenn ihr größere oder auch kleinere habt dann wird die Maschenzahl dementsprechend angepasst. Ist nicht schwer, einfach ein bissel probieren. Auch wie hoch bis zum Flaschenhals ihr das Kleid haben möchtet, einfach ein paar Reihen mehr oder weniger Arbeiten.

 

Viel Spaß bei Flaschenkleid Häkeln 🙂

Aurelia

Nur weil es schon immer so war?

Manches was man entscheidet entspricht so gar nicht dem was von der Gesellschaft erwartet wird.
Warum erwarten die meisten eigentlich immer, dass jeder sich so entscheidet wie alle anderen Generationen zuvor auch? Warum werden manche Lebensmodelle so argwöhnisch beäugt?

Da eine Antwort drauf zu finden ist ziemlich verzwickt und schwierig finde ich.

 

„Was wünscht du dir denn zum Geburtstag? Und sag jetzt nicht nix!“

 

Da ist sie wieder diese Frage, wo ich mit den Augen rolle und absolut nicht mehr weiß was ich sagen soll. Denn eigentlich hatte ich es erklärt das ich NIX haben will weder zum Geburtstag noch zu Weihnachten oder sonst irgendwie. Ich will keinen Klimbim haben der dann wieder irgendwo rumsteht oder versteckt im Schrank vor sich hin gammelt. Ich will es nicht!

 

„Ich überleg mir was.“ man immer dieses rumdrucksen.

„Und hast du dir was zum Geburtstag überlegt?“

„Ich könnt ein paar Taler gebrauchen, ich möchte Blumenerde kaufen.“

„Gut, kriegst du.“

„Schön dann hab ich wenigstens kein Gedöns rumstehen.“

„Och son büschen Fitschiwuh ist doch schön.“

„Nein!!! Ich mag das nicht, ich hab alles mögliche reduziert, aussortiert und weggeben, da will ich nix wieder rein haben.“

„Naja, das must du wissen.“

 

Man immer dieser Stress mit dem sich rechtfertigen müssen, das nervt. Langt doch wenn man es einmal erklärt hat. Dann muss doch nicht dauernd wieder drauf rumgehackt werden.

 

Nach diesem Gespräch fielen mir noch einige andere Dialoge aus vergangener Zeit wieder ein, wo es auch um Dinge ging die ich/wir ganz anders entschieden hatten. Sehr zum Unverständnis der lieben Mitmenschen.

 

Heiraten

„Oh ihr bekommt ein Baby, wie schön dann müsst ihr aber jetzt auch Heiraten.“

„Ähh, neee! Wir wollen nicht Heiraten, wir schauen erst mal wie es läuft. Vielleicht bleiben wir ja auch gar nicht zusammen.“

 

Wilde Ehe schien in den Augen der Umwelt ein absolutes NOGo zu sein. Und dann noch mit Kind, noch schlimmer. Woher sonst kamen die ständigen Fragen von allen Seiten nach dem „wann Heiratet ihr denn jetzt endlich?“ Und diese Fragen waren ernst gemeint nicht nur so Spaßteile wie man sie manchmal als Eltern seinen eigenen Kindern gegenüber bringt in Form von: „Na wann wird geheiratet?“ wenn die jungen Verliebten grad vier Wochen zusammen sind. Nein da war der Ernst sehr gut hörbar und das Unverständnis angesichts unseres Neins erst recht.

 

Taufe

Das erste Baby war grad mal ein paar Wochen alt, da kam schon die Frage: „Wann wird die Kleine denn getauft? Wisst ihr das schon?“

„Die wird nicht Getauft!“ Das soll sie später selbst entscheiden, ob sie das möchte.“

„Aber das geht doch nicht! Das kann doch ein Kind gar nicht selbst entscheiden. Und was wird dann mit der Konfirmation wenn sie nicht Getauft ist? Nein also das könnt ihr nicht machen.“

„Klar können wir, das ist unser Kind. Wir haben mit Kirche nix am Hut und wären auch gern gefragt worden als Kind, ob wir das eigentlich wollen, Taufe, Konfirmation, Kirche und son Scheiß! Ein Kind mit zwölf dreizehn Jahren kann ja wohl entscheiden ob es Konfirmiert werden möchte.“

„Aber als Jugendlicher dann Getauft werden vor der Konfirmation, das ist denen doch dann peinlich.“

„Nein, warum? Es ist doch dann die eigene Entscheidung der Kinder und sie wissen dann was auf sie zukommt. Da ist nix peinlich. Außerdem wird sie bestimmt nicht die einzige sein, die nicht Getauft ist. Gibt bestimmt noch andere die denken wie wir.“

„Naja……..

Was für ein Zirkus wegen dieser Entscheidung. Als ob die Welt untergeht nur weil ein Kind nicht Getauft ist. Die Entscheidung haben wir nie bereut auch gegen jeden Wiederstand und alle Traditionen war sie richtig.

 

Zweites Kind

„Na da wirds aber Zeit das ihr euch eine größere Wohnung sucht. Die Kinder brauchen doch jeder ein eigenes Zimmer.“

„Bezahlst du uns die größere Wohnung?“

„Wie bitte?“

„Ja, willst du die bezahlen? Weißt du was die kosten? Wir möchten auch noch leben und nicht nur Wohnung bezahlen.“

„Ich weiß was das kostet, wir haben das damals für euch auch gemacht.“

„Ja schön, aber wir machen das nicht. Eine kleine Wohnung reicht auch, wir bauen ein bisschen um und dann haben beide genug Platz.“

„Das müsst ihr wissen. Aber mehr Platz wär schon schön für euch!“

(Orrrrr…….man NEIN!)

 

Wir sind immer noch froh es nie übers Knie gebrochen zu haben mit einer großen Wohnung. Sicher gab es auch Zoff im laufe der Jahre zwischen den Kindern weil es nur ein Zimmer für beide zusammen gab. Aber die meiste Zeit hat es gut geklappt und sie haben eine Menge an Rücksichtnahme und Sozialverhalten gelernt.

 

Ich würde mir wünschen das man im Umgang mit Entscheidungen die andere für sich treffen einfach mal lockerer umgeht. Und nicht immer gleich alles verurteilt nur weil es gegen die Norm ist oder gegen gängige Traditionen.

 

Mein Motto: Jeder so wie er mag 🙂

 

Diesen Blog hatte ich schon kurz vor meinem Geburtstag Ende April geschrieben und dann ist er mir völlig durchgerutscht *ups…. Ich sag mal so: „Ich werd nicht jünger da passiert sowas schon mal *lach…“

 

Liebe Grüße

Aurelia

Stoffbeutel aus altem Bettbezug nähen

Als Osterüberraschung für meine Mädels gab es einen selbstgenähten Stoffbeutel. Der Bettbezug den ich dafür verwendet habe, war vorher Jahre lang der Überwurf meiner Werkzeugkiste die ich ja zuletzt aufgehübscht hatte. Die Blume ist aus einem alten Kissenbezug geschnitten wo der Reißverschluß defekt war. Der Bettbezug stammt noch von meiner Uroma, hat also ein langes Leben auf dem Buckel 🙂 Die Qualität ist nach wie vor sehr stabil und fest, es ist ein Baumwoll/Leinen Gemisch. Sowas gibt es ja heut fast nicht mehr und wenn zu Utopischen Preisen.

 

Anleitung Stoffbeutel

(© Andrea B.)

Material

Bettbezug (oder ähnliches), bunten Stoff für die Blume (Kissenbezug), buntes und weißes Nähgarn, Nähmaschine, Schere

So wird es gemacht

Damit der Beutel stabil ist habe ich ihn doppelt gelegt. Als Vorlage zum zuschneiden diente ein Stoffbeutel den ich schon hatte. Insgesamt hab ich drei Beutel zugeschnitten. Die Henkel zum tragen auch aus dem Bettbezug zuschneiden.

Der kleine Kreis für die Blume ist auch aus dem Bettbezug geschnitten. Die Blume ist frei Hand mit Kuli auf den Kissenbezug gemalt und dann doppellagig auch drei mal zugeschnitten.

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Der Kreis wird als erstes auf die Blume gestickt mit der Maschine. Dann die Blume mit einem bunten Garn auf den Beutel Sticken. Den Stengel frei Hand mit buntem Garn in einer leichten Kurve auf den Beutel sticken.

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Die obere Kante des Beutels umschlagen und festnähen, die Seitennähte schließen.

Die Henkel an der langen Seite zusammennähen und mit einer Sicherheitsnadel auf rechts ziehen. Henkel am Beutel platzieren und festnähen. Einmal rundherum und mit einem Kreuz durch die Mitte nähen.

 

Das wars dann auch schon und fertig sind drei Stoffbeutel Unikate 🙂

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Viel Spass beim nacharbeiten 🙂

Aurelia

Schöne Ostern für euch

Guten Morgen 🙂

Ich wünsche euch schöne Ostertage mit Sonne. Wobei es hier grad regnet. Aber vielleicht kommt ja noch so ein klitzekleiner Sonnenstrahl vorbei.

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So schön blühen die Magnolien zwar noch nicht, weil Ostern diesmal sehr früh ist, aber bald geht das Feuerwerk der Natur los.

Ich freu mich schon drauf, ihr auch?

Liebe Grüße

Aurelia

 

PS: Um 18 Uhr geht noch ein Beitrag online, Kategorie DIY-Minimalismus

Lieber minimalistisch Putzen als Hygienewahnsinn und Putzfimmel

Mögt ihr Putzen? Ich mein so richtig mit tausenden verschiedenen Mittelchen jeden kleinen Winkel der Wohnung Klinisch rein wischen? Den „schlimmen Keimen“ mit der Chemiekeule zu Leibe rücken? Das auch ja alles lebendige abgetötet wird? Das nix null nada mehr euch „krank“ machen kann?

 

Ja? Ok dann lest nicht weiter und verlasst schnell den Blog, nicht das ihr vom lesen krank werdet. Die Verantwortung möchte ich nicht übernehmen.

 

Nein? Prima dann könnt ihr weiterlesen, ich mag das nämlich auch überhaupt nicht! Diesen Wahnsinn mit der übertriebenen Hygiene im Haushalt. Sauber soll es sein klar, wer mag das nicht, aber steril wie in einem Kliniklabor? Nein das braucht es nicht, denn steril macht auf Dauer krank!

 

Staub und Co, so vertreibe ich sie

Seit wir nicht mehr in der Wohnung Rauchen, hat sich das Staubproblem extrem verringert. Ich konnte es vorher gar nicht glauben das ein Großteil des Staubes der in der Wohnung rumfliegt Feinstaub vom Zigarettenqualm ist. Wer das auch nicht glauben mag von den Rauchern, ich empfehle es auszuprobieren und nicht mehr in der Bude zu Qualmen, dann kommt das AHA- Erlebniss.

 

Mein Staubwischen in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur ist jetzt innerhalb von einer halben Stunde erledigt. Das minimalisieren vom Wohnzimmer hat auch einiges zur Zeitersparniss beigetragen. Wo vorher der große Schrank erst mühselig vom ganzen Tamtam befreit werden muste um die Flächen zu wischen, sind jetzt nur noch kleine Flächen übrig die nicht vollgestellt sind. Da ist der Gang mit dem Staubtuch blitzschnell erledigt. Im Flur waren die Flächen von jeher noch nicht vollgestellt und im Schlafzimmer ist auch nicht viel Fläche. Einmal die Woche durch diese Räume für eine halbe Stunde und fertig.

 

In der Küche wische ich fast jeden Tag über die Flächen. Durch das minimalisieren der Küche sind alle Flächen in Armhöhe ohne wilde Klettertouren zu erreichen. Das spart Zeit wenn man nicht erst die Leiter rausfummeln und aufstellen muss. Zum Staubwischen hier bin ich immer mit dem Geschirrtuch unterwegs. Oha, denkt ihr? Ich sag ja wenn ihr Angst habt lieber nicht weiterlesen 😀 Keine Sorge die paar Krümel Staub werden kurz ausgeschüttelt und das Geschirrtuch ist wieder fit für seinen eigentlichen Gebrauch, Geschirrtrocknen. Einmal am Tag wird Geschirr abgewaschen, außer Donnerstags (da gibt es schnelle Küche und für das bissel Geschirr lohnt kein Abwasch). Das feuchte Geschirrtuch landet aber noch nicht gleich in der Wäsche, nö das hat noch die Aufgabe den Boden im Kochbereich sauber zu wischen. Ab auf den Boden mit dem nassen Tuch, Fuß drauf und ruck zuck ist der Boden wieder frisch. Feudelwasser im Eimer fertig machen? *lach… keine Ahnung wann ich das zuletzt gemacht habe 😀 Durch die Zweiteilung der Bodenbeläge in meiner Küche in glatte Fläche im Kochbereich und Teppichboden im Essbereich, langt es wirklich nur das nasse Geschirrtuch schnell zum wischen zu benutzen, Fettspuren und Staub sind super damit zu entfernen. Mit dieser Art zu wischen spare ich eine Unmenge an Wasser und Putzmittel und es ist immer sauber auf dem glatten Boden. Ein Sockenlauftest kann jederzeit bestehen 🙂 und hier wird viel auf Socken gelaufen ohne das die schwarz werden. Für große Bodenflächen so ab 10qm² aufwärts da wird es wohl besser und auch einfacher sein sich doch einen Eimer fertig zu machen und einen Schrubber mit Feudel zu benutzen 🙂 aber bei mir reicht es so vollkommen. Mein Geschirrtuch hat also einen ziemlich anstrengenden Tag und kommt dann nach dem Bodenwischen in die Wäsche und ein frisches darf den Dienst antreten. Jeden Tag ein frischer Kollege muss sein, manchmal können es auch zwei sein.

Das Ceranfeld vom Herd oder der Backofen innen werden immer mit dem frischen Spülwasser und einem Schwamm gereinigt. So kann nix eintrocknen was dann mühselig mit der Chemiekeule entfernt werden muss.

Mein Ablauf:

  • Spülwasser fertig machen
  • Ceranfeld/Backofen zwei bis drei mal damit reinigen, trocken reiben mit Geschirrtuch
  • dann den Abwasch, Abtrocknen, Geschirr in den Schrank räumen
  • Spüle trocken reiben mit Geschirrtuch
  • Boden mit nassem Geschirrtuch wischen
  • Geschirrtuch in die Wäsche und fertig ist die Küche 🙂

Staub wischen im vorbeigehen z.B. morgens nach dem Frühstück wenn der Tisch abgeräumt ist oder am Vormittag wenn man grad durch die Bude geistert und nix zu tun hat. Freie Flächen helfen auch hier das alles schnell und einfach, mit wenig Zeitaufwand zwischendurch bei Leerlauf, erledigt ist.

 

Kommen wir zum Bad. Mögt ihr noch lesen oder habt ihr schon die Flucht ergriffen?

 

Unser Bad ist sehr klein, ich würde sogar sagen winzig 🙂 aber es ist alles drin, Waschbecken, Klo, große Badewanne ein schmaler Hochschrank, ein Waschbeckenunterschrank, ein Spiegelschrank über dem Waschbecken und ein schmales Regal daneben. Alles was fürs Bad benötigt wird ist in den Schränken verstaut. Von Handtüchern über Waschlappen und Hygieneartikeln bis hin zur Waage. Platz ist in der kleinsten Hütte. Unseres ist 110cm breit und 290cm lang, zwischen Wanne und Wand sind sehr schmale 35cm Platz. Passt grad so der Hochschrank zwischen, hinten an der Stirnseite. In diesem Minibad wird jeden bis jeden zweiten Tag Staub gewischt. Durch mein Haarspray staubt es dort nämlich gewaltig 😯  Zum Staubwischen benutze ich das was mir grad in die Finger kommt. Vom T-Shirt was eh in die Wäsche soll, oder die Handtücher die in die Wäsche sollen, auch Socken gehen wunderbar um schnell noch Staub aufzunehmen bevor sie in die Wäsche wandern. Die Bodenfläche ist so winzig das Waschlappen zum Wischen am einfachsten gehen. Denn in einem Altbaubad hat man mit Ecken und Winkeln zu tun die kein Schrubber oder Besen erreicht. Da ist Hand und Waschlappen um in die Winkel vorzudringen unschlagbar. Feuchte Waschlappen von der täglichen Körperpflege werden also noch für das wischen im Bad benutzt und landen dann in der Wäsche. Auch das Klobecken freut sich täglich einmal mit dem feuchten Waschlappen abgewischt zu werden. Und Keine Angst vor Keimen oder was auch immer ihr denkt was da für schlimme Bakterien im Bad sich tummeln könnten. Vergesst es ganz schnell, in eurem Kühlschrank oder dem Geschirrspüler sind weit mehr Bakterien und Keime unterwegs als auf einem Klobecken oder Badezimmerboden die täglich abgewischt werden. Im Klobecken selber setze ich auf Muskelkraft und Schwamm und Klobürste. Damit kommt man prima unter den Rand wo das Wasser rausspült und ein auswechselbarer Duftstein/Kalksteinlöser unterstütz dabei das sich gar nicht erst Hartnäckige Beläge bilden können.

Waschbecken und Badewanne inclusive der Amaturen werden sofort nach dem Baden oder Waschen trocken gewischt, so bilden sich keine Kalkflecken. Ab und an reinige ich alles mit einem Zitronen Universalreiniger, da im laufe der Zeit doch mal Seifenränder entstehen und die Becken etwas stumpf werden. Sollte mal der ein oder andere Kalk sich doch festgesetzt haben dann ist Zitrone oder Essig pur das Mittel der Wahl. Einwirken lassen und dann mit einem kratzigen Lappen oder Schwamm drüberputzen und weg ist der Kalk. Auch die Siebe der Perlatoren lassen sich so super wieder sauber machen. Eine ausrangierte Zahnbürste tut da übrigens noch lange ihren Dienst für. Auch für schwer zugängliche Ecken ist die alte Zahnbürste prima zu benutzen. Also nicht gleich wegwerfen, die Bürsten erfüllen noch ihren Zweck als Helfer beim Haushaltsputz.

Mein Ablauf:

  • erst mach ich mich frisch und schick 😎
  • dann je nachdem was in die Wäsche muss (Handtücher, T-Shirt) damit über die Flächen und den Staub aufnehmen, dann in den Wäschekorb damit
  • mit dem nassen Waschlappen Klobecken und Boden wischen und ab in die Wäsche damit
  • alle paar Tage zusätzlich das Klo mit Bürste/Schwamm (besonders unterm Rand) reinigen, fertig ist das Bad

 

Ein bischen Hausputz hab ich jetzt aber noch übrig, Staubsaugen. Das mach ich zweimal die Woche. Da wir nur noch zu zweit sind reicht das, früher mit vier Personen und Kanninchen habe ich jeden Tag gesaugt.

Mein Ablauf:

  • Küchenboden und Atelier fegen und ein Krümelhäufchen machen 😀
  • Krümelhäufchen in der Küche wegsaugen, dann den Teppichboden in der Küche saugen
  • Krümelhäufchen im Atelier weg saugen
  • Badezimmermatten saugen
  • Flur zur Hälfte saugen
  • Wohnzimmer saugen
  • Flur zweite Hälfte saugen
  • Schlafzimmer saugen
  • alle paar Wochen Fußmatte vor der Haustür saugen
  • mit diesem Ablauf bin ich ohne kreuz und quer laufen zu müssen in einem Rutsch fertig mit dem Staubsaugen

Das Kabel vom Staubsauger reicht durch die ganze Wohnung so spare ich mir das ein und ausstöpseln. In ca. 10 min. bin ich durch mit Fegen und Saugen. Beim Staubsauger schwöre ich auf die Qualität von Vorwerk und würde nie einen anderen in meinem Haushalt benutzen. Für die lange Lebensdauer von Teppichböden gibt es nix besseres als einen Klopfstaubsauger mit rotierenden Bürsten. Das Ding hat zwar seinen Preis aber er ist jeden Cent wert. Und nein ich werde nicht von Vorwerk bezahlt! Das ist meine jahrelange Erfahrung und Handhabung mit dem Staubsauger. Und diese positiven Erfahrungen teile ich gerne mit euch.

 

Also man kann sagen das der Aufwand um die Bude sauber zu halten nicht riesig sein muss. Eine Routine macht einem hier das Leben sehr einfach und hält den Arbeitsaufwand sehr gering. Auch den Einsatz von Putzmitteln und Wasser kann man so gut auf ein Minimum reduzieren. Und da ich vieles was sowieso in die Waschmaschine muss, vorher noch schnell zum Staubwischen oder Boden reinigen nehme, wächst auch der Wäscheberg nicht an sondern bleibt gleich. Spart man sich auch wieder eine zusätzliche Ladung Wäsche waschen zu müssen. 

 

Ausrangierte Handtücher, Waschlappen und Alte T-Shirts hebe ich übrigens auf und verwende sie zum Fensterputzen, beim Heimwerken für meine Farbfinger, oder Ölfinger vom Fahrad fit machen, die werden dann auch solange benutzt bis sie wirklich nicht mehr zu gebrauchen sind. Auch der Boden in meinem Atelier wird mit einem ausrangierten Handtuch das ich nass mache und gut auswringe gewischt. Da rutsche ich dann wie Aschenputtel am Boden rum mit dem Tuch 😀 Der alte Dielenboden mag nur die feuchte Tour, klatschnass würde ihm nicht gut bekommen dann wird er quengelig und quilt auf 😀

 

Alles was sonst noch so sauber gemacht werden will wie zum Beispiel der Kühlschrank von innen, das erledige ich auch mit frischem Spülwasser und Handtuch. Der Herd bekommt an der Vorderfront ab und an eine Behandlung mit einem Edelstahlreiniger für gebürsteten Stahl, weil nach einiger Zeit die Fettspritzer nur mit Wasser nicht weg gehen (voll die Mimose). Das Ceranfeld braucht ab und an mal eine Rasierklinge zum angebranntes entfernen (da reicht nur Wasser/Schwamm nicht immer) und zweimal im Jahr eine extra Pflege mit Ceranreiniger. Der Herd ist ca. 21 Jahre alt und super in Schuss kann meine Pflege also nicht falsch sein. Der Ceranreiniger ist übrigens genauso alt, reicht also locker ein Fläschchen für ein Leben von einem Herd wenn man nicht übertreibt mit dem Putzfimmel 🙂 Fürs Fensterputzen nehme ich den Zitronenuniversalreiniger noch zu Ende und dann steige ich wieder um auf Essig in warmen Wasser. Das habe ich früher immer gemacht, warum ich irgendwann auf den Reiniger umgestiegen bin, keine Ahnung. Vielleicht durch die Werbung ich weiß es nicht. Essig und warmes Wasser sind jedenfalls genauso gut wie Haushaltsreiniger und wesentlich Umweltverträglicher.

 

Viele verschiedene Reiniger und Mittelchen finden sich bei mir zum Putzen also nicht und das finde ich gut so. Auch diese Küchenrollen aus Papier sucht man bei mir vergeblich, Geschirrtücher gehen auch dafür wunderbar und können dann gewaschen werden. Desinfektionsmittel wie das vielgepriesene Sagrotan oder ähnliches gab es bei mir noch nie und wird es auch nicht geben. Ich halte es für überflüßig und sogar schädlich. Denn wenn  man ständig die natürlichen Keime die sich auf dem Menschlichen Körper tummeln abtötet wird man schneller anfällig für Krankheiten. Der natürliche Schutzmechanismus des Körpers wird gestört und kann sich gar nicht so schnell wieder aufbauen wie er durch den übermäßigen Einsatz von Putz- und Desinfektionsmittel zerstört wird.

 

Mein Rat lautet: Sauber, Ja! Klinisch steril, Nein!

 

Liebe Grüße

Aurelia