Alle Artikel mit dem Schlagwort: #BorderlineControl

Alterspubertät – es kommt immer noch mal was neues dazu

Schon einige Zeit her, wo ich drüber geschrieben hab, da wollt ich mal den neuesten Schiet hier mit euch teilen. Immer in der Hoffnung, dass es anderen auf ihrer Suche hilft. Weil vieles was so bei der Veränderung des Hormonhaushalts im Körper passiert, gar nicht unbedingt damit in Verbindung gebracht wird. Ärzte sind da auch teils überfordert und tun es ab mit „Nee das kommt nicht von den Wechseljahren“ oder „Sie sind halt jetzt alt, leben sie damit“ oder „Das ist bestimmt was psychisches, sie haben ja eh einen an der Waffel, da bildet man sich ja vieles ein“ Alle Sätze hab ich nicht gehört, zum Glück auch, sonst wär ich wohl dezent ausgeflippt *weil hat ja Macke im Kopf wie ihr wisst und mit der flippt man ständig aus*, aber den ersten hab ich öfter gehört und der ist irgendwie Standard wenn die Ärzte nicht weiter wissen. Ist ja auch so schön einfach, denn dann geht die nervige Patientin die da vor einem sitzt hoffentlich zum Kollegen und ich bin sie los.  Kommen wir …

Wechseljahre oder auch Alterspubertät

Das ist nicht nur Hitzewallungen, nee da gibt es mitunter einen ganzen Cocktail an Merkwürdigkeiten die sich körperlich und im Kopf bemerkbar machen können. Ich hatte ja schon über manches geschrieben, das könnt ihr hier noch mal lesen: Tschüß Östrogen – wenig reicht auch Wehmut – der langsame Abschied vom weiblichen Zyklus – wenig reicht auch Alterspubertät und ihre merkwürdigen Begleiterscheinungen – wenig reicht auch Die Artikel sind jetzt ja schon wieder ein paar Jahre her und ich bin auch in der Alterspubertät weiter 😀 und da wollt ich doch mal wieder berichten, wie das so ist. Denn ich hatte festgestellt, dass vielfach gar nicht über alles berichtet wird und man dann dumm dasteht wenn man Fragen hat. Grad so Kleinigkeiten, wie die Übelkeit die ich zeitweise morgens hatte, da musste ich lange suchen um da was zu finden. Die Übelkeit kam zuletzt sogar noch mal wieder und so wusste ich, ok kennst du schon ist die Hormonumstellung 🙂 Zur Zeit habe ich häufig einen aufgepusteten Unterleib, wo ich dann immer denk, haste zu viel …

Nur einmal wieder

Morgens am Tisch sitzen und entspannt sein. Nur einmal wieder ohne diese Anspannung, diese diffuse Angst, dieses Unwohle im ganzen Körper, dieses in Alarmbereitschaft sein, nur einmal wieder möchte ich das haben. Dieser Zustand morgens ist anstrengend, er geht nicht einfach weg er bleibt, auch wenn ich mir hundert mal sage, „ES IST DOCH ALLES GUT“, es interessiert ihn einfach nicht. Er bleibt und reduziert sich erst langsam über den Vormittag, wenn ich Glück habe, sonst bleibt er auch gerne präsent und steigert sich. Dann bringt er noch Begleiter mit, die mir dann das Mittagessen versauen so das ich nicht essen kann und mir das Essen rein zwingen muss, was nur so semi gut funktioniert weil ich anfange zu würgen und absolut nix mehr schlucken kann. Da taucht dann der nächste Begleiter auf und flüstert „siehste du hast gar kein Essen verdient, lass es einfach“. Dann meldet sich einer der es wohl gut mit mir meint aber trotzdem vorwurfsvoll rum tönt „du weißt das du Essen musst sonst geht dein Gewicht noch mehr in den …

Selbstfürsorge und Achtsamkeit

Hört sich richtig gut an und in der Therapie wird großer Wert drauf gelegt das man es lernt, beherzigt und auch umsetzt. Aber…. Ja da gibt es ein aber, ein ganz RIESEN GROßES! Wenn man es sein Leben lang nicht gemacht (gelernt) hat, sich selbst als wichtig zu sehen, dann fühlt man sich als riesen großes Arschloch und Egoistenarsch, wenn man ein Nein sagt weil grad alles zu viel ist. Du weißt dann zwar das es für dich richtig ist und doch knallt dir dein Inneres um die Ohren, dass du total mies bist und andere nur Enttäuschen kannst, das du ein Versager bist, das du es nicht verdient hast das sich überhaupt noch jemand mit dir abgibt usw….. Ob das mit der Zeit besser wird wenn man sich mehr in Selbstfürsorge und Achtsamkeit übt, wer weiß. Zur Zeit klappt Selbstfürsorge und Achtsamkeit mit mir ohne Scheiße fühlen nur, wenn dabei nicht noch unmittelbar andere mit involviert sind, heißt ich nicht etwas absage wo ich vorher zugesagt habe oder etwas nicht machen kann obwohl ich …

Diagnose

Eigentlich sind Diagnosen ja auch nur ein einordnen in eine bestimmte Schublade, weil man nicht der gängigen Norm entspricht. Mag ich nicht, denn was ist schon die Norm? Ist die Norm das einzig wahre? Kann ein Mensch eine Norm haben? Ein Mensch ist doch kein Ding wie ein DIN A4 Blatt, also was soll das mit der Norm? Aber ich schweife ab, Diagnosen können aber auch manchmal sehr hilfreich sein und endlich Klarheit geben was da bei einem so in Unordnung ist. Da bekommt man dann endlich die Puzzleteile die einem fehlen, um zu erkennen wie man sich in Zukunft selbst besser versteht. Es passt plötzlich vieles zusammen und erklärt paradoxe Verhaltensweisen, undefinierbare Kopfwelten, innere Zerrissenheit, wiederkehrende anhaltende Suizidgedanken, Essstörungen, quälende Leere, selbstzerstörerische Wut, selbstverletzenden Hass, Stimmungswechsel von jetzt auf gleich und wieder zurück mitunter zig mal am Tag, sich selbst nicht aushalten können, andere nicht aushalten können und doch nicht wollen das sie weg gehen, ich kürz mal ab  Chaos pur und ich mittendrin Borderline. Seit dem zweiten Therapiegespräch weiß ich die Diagnose, beim …