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Sportlich aktiv bleiben

Bah, geh mir weg mit Sport! Da hab ich keine Zeit für.

Na denk ihr auch so? Schade, denn ich denke das ist eine ziemlich doofe Ausrede. Ich möcht euch heut mal mitnehmen in meine Bewegungsroutinen die ich (fast) täglich mache. Nennen wir es statt Sport, Bewegung in den Tag einbauen. Das klingt meist nicht so fies, wie „mach Sport“ *gg… Viele haben ja wirklich eine schlimme Abneigung gegen Sport. Ob das aus der Schulzeit noch übrig geblieben ist? Weil sie da immer zu den „unsportlichen“ gehörten? Ich kann es mir gar nicht vorstellen keine Bewegungsübungen zu machen, aktiv was für den Körper zu tun. Mir machte Sport und Bewegung immer Spaß und es war auch mein Lieblingsfach in der Schule, war klar nech? *lach…

Frau Aurelia macht Sport/Bewegungsübungen

Durch meine schon immer sehr quirlige Art, mit 200 Sachen durch den Tag Mentalität, gibt es bei mir eigentlich nicht zu wenig Bewegung. Wie nennt man das? Energiebündel? Ja ich denk das passt gut.

Trotzdem kam eine Phase, wo es mir im Rücken zwickte und richtig ätzend wurde im Nacken/Schulterbereich. Im Alter rostet der Körper etwas ein, wenn er nicht gezielt beweglich gehalten wird. Ist so, kann man natürlich bei Sport/Bewegungsallergie versuchen mit Tabletten zu betäuben, aber wird nicht auf Dauer helfen. Es betäubt nur die Symptome, beseitigt aber nicht die Ursachen. Hach was bin ich aber auch wieder für ein Klugscheißer heute *gg…

Diese Phase fiel, wie konnte es anders sein, in meine Anfang 50er und eine heftige depressive Episode rein. Sagte ich schon, dass ich es hasse wenn der Körper nicht mehr so funzt wie ich es gewohnt bin? Nein? Na dann wisst ihr es jetzt /o\

Als diese Zickerei im Rücken und Nacken los ging, hab ich kurzerhand (ja auch die Depression hat mich da nicht von abhalten können), meine vor Jahrzehnten in der Physiotherapie (als Jugendliche in Behandlung wegen Rundrücken und als junge Erwachsene kurzzeitig wegen Schmerzen durch viel tragen vom Kleinkind) gelernten Übungen ausgepackt und jeden Abend 5 Minuten gemacht. Immer wenn ich Abends um kurz nach sieben im Bad mich fertig gemacht hatte und bevor ich mich auf meine Couch gekuschelt hab, wurde die kurze Übungseinheit gemacht. Je zwei Bauch- und Rückenmuskel Übungen, jeweils fünf Wiederholungen und fertig. Der Erfolg kam dann auch nach drei/vier Tagen und die Rückenschmerzen waren wieder weg. Der Nacken/Schulterbereich war auch wieder zufrieden. Ich hatte an der Abend Routine so Gefallen gefunden, dass ich sie weiter gemacht hab. Vorbeugung fand ich ne gute Sache, bevor der Rücken wieder rumzickt. Man wird ja ziemlich weise so im Alter *nickt bekräftigend* 😛

Mit der Zeit, so nach nem halben Jahr ca., hab ich dann die Übungen ausgeweitet und Dehnungs- und Kraftübungen mit eingebaut und die Zeit auf 7-10 Minuten gesteigert. Immer noch jeden Abend vor dem Couching lief die Routine ab. Es tat gut und ich fühlte mich hinterher immer zufrieden was geschafft zu haben.

Als wir dann 2021 umgezogen sind, kam die Decke mit ins Spiel. Hier sind ja glatte Böden und Beton drunter, da ist es verdammt hart drauf zu liegen und Übungen für den Rücken und Bauch zu machen /o\ In der alten Wohnung hatte ich ja Holzfußboden und Teppichboden, da konnt ich so drauf liegen ohne Unterlage. Also musste ne Lösung her und die war dann meine Wolldecke zusammen gefaltet so in Yogamattengröße. Kostete nix und für mich reicht es völlig aus. Ich brauch kein Schnick Schnack um meine Sportübungen zu machen. Ist bei den Klamotten übrigens auch so, T-Shirt und Jogginghose, im Sommer ne Kurze Shirt Hose, hab ich eh an wenn ich Zuhaus bin und ab geht es auf die Decke. Nix extra schicke Design Sportklamotten dafür anschaffen, nope, brauch ich nicht, ist überflüssig. Geh ja nicht auf den Laufsteg, ich will ja nur den alternden Körper in Form halten 😀

Seit dem Umzug wurd dann auch die Zeit auf 15 Minuten gesteigert und es kamen noch Ausdauerübungen und einige Yoga-Positionen/Asanas dazu. Immer noch jeden Abend vor dem faulenzen auf der Couch 😀

Im Sommer 2022 war es ja irre heiß und Abends nach meiner Sporteinheit schwitzte ich mittlerweile doch so heftig, dass ich genervt war nochmal ins Bad zu müssen. Kurzerhand verlegte ich die Sporteinheit auf den späten Nachmittag, so konnte ich prima rumschwitzen und mich dann nach dem Abendbrot waschen und frisch machen um gemütlich auf meiner Couch zu lümmeln ohne Fliegen anzuziehen 😆

In 2023 wurde dann die Zeit auf 20 Minuten gesteigert und dann auf 30 Minuten. Ich hatte so viele verschiedene Übungen und Wiederholungen der einzelnen Übungen, dass es nur logische Konsequenz war das die Gym Zeit länger dauert. Fiel mir aber nicht schwer, es macht mir Spaß, es fühlt sich gut an, ich bin ausgepowert und zufrieden hinterher.

Bei den 30 Minuten täglich bin ich dann geblieben. Manchmal kann es vorkommen, dass ich verkürze, aber im Schnitt sind es 30 Minuten täglich.

Anfang diesen Sommers hatte ich die Idee, ich möchte mal wieder Handstand machen 😀 Ob das noch klappt? Ich habe Handstand immer gekonnt und ihn auch mit Mitte 30 noch gestanden im Garten. Da war Platz genug. Wie das so ist wenn ich ne Flause im Kopf hab, das muss ausprobiert werden, ich bin bei solchen Dingen tierisch ehrgeizig und will es können. Angefangen hab ich dann mit Übungen die auf den finalen Handstand vorbereiten. Ging mehrere Wochen, ich wollt ja nix überstürzen und quer in den Möbeln landen, wenn ich den Handstand noch nicht richtig nach oben gezogen kriege *gg…

Der erste den ich dann an der Wand kurz gestanden hab, war noch richtig anstrengend und ich merkte, oha da haste aber noch ordentlich zu tun Kraft/ Koordination/ Gleichgewicht wieder auf die Reihe zu bringen. Also fleißig weiter die Vorbereitungsübungen gemacht und krumme Handstände, so zwei drei, an die Wand gebracht. Mit der Zeit wurden die immer besser und sicherer und weniger anstrengend beim hoch ziehen. Im Stand, immer noch mit Wand als Sicherheitspuffer, fiel mir dann auf, ich atme dann nicht und ich stütze noch zu breit /o\ Öhm ja nee, das ist ja voll daneben *Menno, stapft zornig mit dem Fuß auf* Dann mal ran und drauf achten wirklich ruhig zu atmen und Schulterbreit, heißt die Arme ca. an den Ohren, zu stützen. Dauerte dann auch einige Zeit, bis es klappte und siehe da die Handstände gehen immer leichter und der Stand wird noch sicherer. Ein echt gutes Gefühl nach so vielen Jahren eine solche Kraft/Körperbeherrschung Übung wieder zu schaffen.

Seit ungefähr Mitte Sommer stehe ich den Handstand sicher ohne Wand, sie ist zwar noch im Hintergrund da, aber brauchen tu ich sie nicht und abreißen kann ich sie ja schlecht ;-P ist ne tragende Wand *gg… Jetzt übe ich weiter dran, den Handstand zu perfektionieren und ihn irgendwann auch ohne Schwung holen nach oben zu bringen. Das ist dann nochmal mit mehr Kraft verbunden. Es sieht so leicht aus bei den Turnern oder Artisten, aber da braucht es viel Kraft und Körperbeherrschung für. Ich bin bereit dafür und meinen Körper überzeuge ich auch noch \o/ *lach…

Warum ich das mache?  Ich freu mich einfach drüber und habe Spaß dran, noch Sportteile zu können die ich als Kind und Jugendliche schon geliebt habe. Ich mache das für mich und hier aufgeschrieben hab ich es, um vielleicht andere zu motivieren wieder Spaß an Bewegung zu haben, oder überhaupt einfach mal auszuprobieren ob sie ihre Sportallergie überwinden können, wenn sie mit klitzekleinen Schritten anfangen was zu machen. Denn meist nehmen sich die Menschen viel zu viel vor und dann scheitert es schon an dem Riesen Berg der vor einem steht. So kleine Bewegungen in 3-5 Minuten im Wohnzimmer vor dem Fernseher anfangen und es fühlt sich nicht nach „ich muss Sport machen“ an. Fangt an mit den Armen zu kreisen, oder um den Tisch zu laufen, oder den Kopf in alle Richtungen langsam zu bewegen usw. gibt da unendlich viele Bewegungen mit denen man anfangen kann. Keinen Stress machen, einfach nur nicht sofort auf die Couch setzen, sondern erst kurz bewegen und dann lümmeln. Feste Zeit einhalten und es sollte sich eine so feste Routine etablieren, dass ihr irgendwann gar nicht mehr ohne diese kleine sportliche Bewegung sein wollt. Das Hirn liebt nämlich feste Routinen, die es im Schlaf abspulen kann. Das könnt ihr euch zu nutze machen. Der Rest wie bei mir, mit richtig langen Sporteinheiten der kommt dann von ganz allein und ihr werdet merken wie viel Spaß das macht. Bei mir ist es auch so, dass ich teils keine Lust habe, es sich aber eingebrannt hat und dann macht es doch Spaß und ich bin zufrieden. Mittlerweile habe ich auch einen Tag, meist Sonntag, wo ich bewusst keine Sporteinheit mache um dem Körper seine Pause zu gönnen und nicht in eine Sucht zu rutschen. Auch das muss man im Blick behalten, denn Pausen sind wichtig und falls suchtgefährdet (wie bei mir) drauf achten ob man auch mal ohne Sport kann. Geht bei mir ganz gut, denn wenn ich Nachmittags mal unterwegs bin, oder Besuch da ist, dann fällt Sport bei mir auch aus, oder wenn es von der Luft wegen dem Asthma nicht so gut ist, wird die Einheit verkürzt oder sie fällt halt weg. Klappt alles sehr gut ohne die Routine wieder zu verlieren, oder sich zu verurteilen weil der Kritiker meint „faule Sau, nicht mal Sport haste gemacht“. Ich hab für mich ein gutes Gleichgewicht gefunden und Sport/Bewegung ist wieder fester Bestandteil geworden.

Ich  bin kein Arzt, Fitnesstrainer, Coach, oder Guru oder sonst was und ich werde hier im Blog auch keine Fitnessübungen/Sporteinheiten/meine Übungen oder sowas verbloggen. Ich wollte euch nur mal eine Richtung aufzeigen, wie man ganz einfach regelmäßige Bewegung für sich in den Tag einbauen/etablieren kann. Es ist auch nicht das Rezept schlecht hin, was bei jedem funktioniert. Dafür spielt die Eigenmotivationsfähigkeit eine zu große Rolle bei jedem. Wer vieles anfängt und schnell wieder lässt, wird wohl mehr Zeit brauchen um sich regelmäßig aktiv zu bewegen und auch dabei zu bleiben.

Großer Vorteil bei Bewegung zuhause machen ist, ich muss nicht irgendwo extra noch hin fahren/laufen. Dazu haben die meisten ja so gar keine Lust, ich übrigens auch nicht. Erst antüdeln und dann noch wo hin und da in die Sportklamotten schmeißen, nee da bin ich dann auch raus. Einzig bei Vereinssport, da hab ich es lange Jahre gemacht und es störte mich nicht sonderlich, nur bei Kackwetter *gg…

Na gut, ich denk ich hab alles geschrieben und es sollte verständlich sein was ich euch näher bringen wollte oder? 😀  Frau Aurelia ist ein Sport-Ass und will damit angeben 😉 😛

Aurelia

Herbst auf dem Balkon

Einen schönen Feiertag wünsche ich euch . Ich hab da mal etwas Herbst mitgebracht vom Balkon.

Der Sommer ist ja jetzt wirklich vorbei, schön wars auf Balkonien. Ein kleiner Blick zurück in den Juli. So sah es da aus auf dem Balkon.

und jetzt der Blick nach vorn in den Herbst, mit raschelndem Laub, Kastanien, Eicheln und Bucheckern, mit Pilzen und bunten Blättern, mit Sturm und Wind und gemütlich auf dem Sofa einkuscheln mit ner heißen Tasse Tee. Der Herbst ist auch schön und auch auf dem Balkon macht er sich gut.

Das Windspiel oben in der rechten Ecke auf dem Bild, hatte ich im Sommer gebastelt. Es sind Stoffrestestreifen die ich einfach an einen Metallring geknotet hab. Dazu noch ein paar Jutekordeln mit Knoten versehen und dazwischen geknotet und fertig. Die grünen Bögen am Balkongeländer sind zur Taubenabwehr /o\ die waren nämlich so über griffig geworden im Frühjahr, da hatte ich keine Lust drauf. Die dürfen gern überall hin, aber nicht auf meinen Balkon, das mag ich nicht. Mit den Bögen klappt es ganz gut, dass sie nicht auf dem Geländer landen.

Im Hochbeet sind die Tomaten der Heide und dem Stacheldraht gewichen und jede Menge Frühlingsblumenzwiebeln hab ich da auch rein gesetzt. In den beiden Töpfen mit den Schleifen sind auch Blumenzwiebeln drin. Bin gespannt was alles im Frühjahr dann kommt.

Die letzten drei Erdbeeren hab ich mittlerweile auch verputzt, waren lecker und hatten noch richtig schön satt rote Farbe bekommen.

Die Birkenäste hatte ich noch zwei vom letzten Jahr liegen und zwei hab ich vor der Haustür eingesammelt, lagen da so rum *gg… und für Deko gehen die immer. Das Körbchen mit den Tannenzapfen wandert noch wieder aufs Regal oben, wenn die Sommerblume denn ausgeblüht hat. Da die aber grad noch richtig Gas gibt mit den niedlichen lila Blüten, soll sie gern noch auf dem Regal stehen für die Insekten und als Blickfang.

Habt es gemütlich und geniest den Herbst.

Aurelia

Oktober 2024

Schon Oktober, jetzt geht es aber echt flott mit den letzten Monaten in diesem Jahr. Der Oktober ist ja so ein richtig bunter Monat und von frisch bis mild ist meist auch alles dabei. Im Moor, im letzten Jahr Oktober, habe ich dann mal geschaut was ich passendes finde und es ist mir gelungen.

Ich lag bäuchlings im Dreck um die Wichtel einzufangen, seht ihr mal was ich so alles auf mich nehme für DAS Bild  😉

(stimmt nicht ganz, in der Hocke hab ich die Camera tief über den Boden gehalten und mal den Auslöser gedrückt und siehe da, Camera kann auch ohne das ich schauen muss, Bilder einfangen wie ich sie haben möchte, sind halt ein eingespieltes Team wir zwei *schmunzel…)

Zum vergrößern anklicken.


 

Oktober 2024

– Waldwichtel –


 

Reden wir mal über Drogen

Wat? ist sie jetzt völlig bescheuert geworden, was das denn für`n Thema? 

Na kommt schon, ihr kennt mich, ich hab ab und an Themen mit Sprengstoff hier *lach…

Wie komme ich auf das Thema Drogen? Ich sag mal so, es ist ja allgegenwärtig und betrifft den größten Teil der Bevölkerung. Glaubt ihr nicht? Hab ich mir gedacht *schmunzel… Ihr werdet gleich sehen warum es euch wahrscheinlich auch betrifft. 

Die Drogen die ich ansprechen will sind nämlich Tabakkonsum und Alkoholkonsum. Na erwischt? Dachte ich mir 😀

Wer nix davon konsumiert ist fein raus und alle anderen können ja mal erzählen wie es bei ihnen mit dem Drogenkonsum so aussieht.

Drogen konsumieren und es ist kein Tabu

Ich bin ein Junkie! Meine Droge ist der tägliche Tabakkonsum. Alle Aufklärung in meiner Jugend (Baujahr 68) hat nicht verhindert, dass ich an den Glimmstängel geraten bin. Ich hab es mir bewusst ausgesucht, es hat mich keiner dazu verführt. Die erste Kippe hab ich so mit 11 J. probiert, man war das aufregend. Geschmeckt hat es nicht und die teuer erworbene schöne Schachtel Marlboro flog irgendwann in die Tonne. Warum ausgerechnet die Marlboro, war für mich ganz klar, mein Opa rauchte die und Opa war mein ein und alles. Ja und dann die Werbung mit den Pferden, fand ich auch total toll. Kinderhirn ist schnell Opfer. Allerdings war nicht die Werbung oder Opa, oder mein Papa (der rauchte nämlich auch) schuld das ich die Kippen ausprobiert hab, es war der Reiz des Verbotenen. Alles was man nicht durfte hatte magische Anziehungskraft. Klauen durfte man nicht, hab ich auch gemacht, Bonbons wanderten öfter in meine Tasche ohne zu bezahlen. Das endete erst als Spiegel in den Geschäften hingen. Da wurd`s mir zu heikel. Da war ich auch so 12/13 Jahre alt.

Nach dem probieren mit 11 J. hab ich lange Zeit damit verbracht das Rauchen als voll Kacke zu bezeichnen. Ab der 7./8. Klasse rauchten bei mir in der Klasse fast alle bis auf zwei drei Ausnahmen und eine davon war ich. Ausgegrenzt wurde ich aber nicht. Ich stand immer bei den Rauchern im Mädchenklo oder hinter der Sporthalle *gg… man durfte ja nicht an der Schule rauchen, erst mit 16 die aus der 10ten in der extra Raucherecke. Es hat auch keiner mehr gefragt willste auch eine, sie wussten ich find`s blöd. 

Mit 17 J. ging mein Tick mit schwarz los und ich musste mir unbedingt die John Player Special Zigaretten kaufen. Die Schachtel war so schön. Sie stand dann ne Weile rum und irgendwann fand ich das voll bekloppt. Ne Schachtel steht da rum und du rauchst gar nicht. Tja und so wurde sie aufgemacht und probiert. Die ersten schmeckten echt Scheiße, aber so nach und nach legte sich das. Die Schachtel war dann leer nach einigen Wochen und mir gefiel das mit dem Rauchen, so wurde Nachschub geholt. Diese Anfänge mit dem Rauchen waren noch ziemlich sporadisch und Sucht zeigte sich da noch nicht. Ich rauchte nur draußen heimlich. Zuhause nicht, da gabs schon genug anderen Stress, da wollt ich mir nicht noch mehr Ärger einhandeln. Mit 18 J. bin ich Zuhause rausgeflogen/ich zog die Notbremse und bezog meine eigene kleine Bude und von da an war auch die Sucht richtig da. Ohne Kippe gings dann nicht mehr so einfach. Mit 19 J. war dann aber von einem Tag auf den anderen Schluss, SCHWANGER, da raucht man nicht. Wieder angefangen hab ich dann als die Lütte nen halbes Jahr alt war. Die nächste längere Pause war dann mit 22 J. , SCHWANGER, da raucht man nicht. Ich blieb dann zwei Jahre beim Nichtrauchen. Meine eigene Blödheit und das Suchtgedächtnis haben mich dann überlistet doch mal wieder so eine schöne Zigarette zu rauchen, nur mal probieren ob sie noch schmeckt /o\ hat sie nicht wirklich aber egal, Hirn wollte trotzdem mehr…

Es blieb beim Rauchen bis zum 09.12.2014, da machte ich einen Rauchausstieg mithilfe von dem Material der BZgA. Klappte sehr gut und drei Monate schaffte ich ohne Sargnägel. Es kam wie es kommen musste, mein Hirn drehte mal wieder völlig durch (ihr wisst, emotional instabile Persönlichkeit/BPS und Depressionen) ich war nicht mehr ich selbst, alles brach wieder mal innerlich zusammen. Da blitzte es auf, EINE RAUCHEN! Nein ich will nicht! Doch rauchen beruhigt! Nein ich will den Scheiß nicht mehr! Eine ist doch nicht so schlimm! Zum ablenken ging ich zum Fluss und hab geheult, mir eine Kippe angesteckt, schmeckte Scheiße, und noch mehr geheult. Was für ein Versager du doch bist! Einige Tage ging es dann gut ohne, bis zum nächsten Amoklauf vom Hirn. Ende vom Lied ich steckte mir wieder eine Kippe an. Rauchfrei war einmal. Entscheidender Unterschied zu vor dem Rauchausstieg, ich zähle meine Kippen bis heute und es wird nur draußen geraucht. 12 Zigaretten täglich sind es bis heute geblieben. Vor dem Rauchausstieg war ich im Schnitt bei 30-40 Kippen täglich und wir hatten in der Wohnung geraucht (mit dem Rauchausstieg hab ich dass verboten in der Bude zu Qualmen und es ist so geblieben). An Sylvester kann es dann mal die eine oder andere mehr sein, oder wenn ich total durch bin und die Anspannung explodiert. Ist nicht schön und ich verurteile mich meist hinterher, aber es ist wie es ist. Die Sucht ist da und ich habe keine Lust mehr nochmal zu versuchen es zu lassen. Ich habe Angst davor, dass es mich wieder völlig aus der Bahn haut wie 2014. Da ist irgendwie eine Verknüpfung entstanden, nicht Rauchen=dein Hirn dreht völlig durch. Ist völlig absurd, denn mein Hirn dreht auch sonst durch, aber ich krieg`s nicht raus diese Verknüpfung. Also bleibe ich beim Zählen der Kippen und pingelig drauf achten nicht über die paar die ich rauche drüber zu kommen. Das merke ich nämlich dann schon, wenn`s mal mehr waren, kommt im Hals nicht wirklich gut am nächsten Tag /o\ 

Was ist mit der gesellschaftlich akzeptierten Volksdroge Alkohol?

Die hab ich zum ersten mal probiert mit ca. 2/3 J. °o° Als kleiner Krabbelkäfer bei Opa im Haus, hab ich die leere Bierflasche genippt die auf dem Fußboden am Sessel bei ihm stand. Ob das geschmeckt hat kann ich nicht sagen, ich weiß es nur aus Erzählungen meiner Omi und meiner Eltern. Die Geschichte hab ich oft gehört, „du hast immer mal die leere Budel Bier genippt“. War wohl die Zeit damals, dass es keinen wirklich gestört hat und auch keiner sich Gedanken machte, dass Alkohol schon in geringen Mengen für Krabbelkäfer tödlich sein kann, die Ende 60er Anfang 70er halt. 

Bewusster Alkoholkonsum ging mit 14/15 J. richtig los. Bier war das angesagte Zeuch`s der Wahl. Natürlich nicht in Gegenwart der Eltern, sondern wenn man mit der Klicke unterwegs war. Das erste mal so richtig betrunken war ich dann mit 15 J. auf der Klassen-Abschlussfahrt. Wir haben alle gesoffen was das Bier so hergab. Was man halt so macht wenn man es richtig krachen lässt als Jugendlicher. Da hab ich auch das erste mal festgestellt, ich habe keine Blackouts wie die anderen /o\ egal wie viel ich trinke, Blackout bekomme ich nicht. Viele andere können sich ja meist nicht mehr wirklich an alles erinnern am nächsten Tag und wissen auch bei fortgeschrittenem Rausch nicht mehr was sie da eigentlich sagen-tun-machen. Ist irgendwie ja ein Vorteil würd ich sagen, hat man doch die schöne Ausrede „Ich wusste nicht was ich tat, ich war völlig besoffen, sorry!“ 

Das ist bei mir völlig anders, ich weiß alles und ich weiß es auch während ich es sage-tue-mache im Rausch. Was für eine Scheiße! Denn, ich kann nicht die schöne Ausrede nutzen. Im Rausch fällt bei mir nach und nach jedes kontrollierte Verhalten weg, welches ich sonst immer habe um meine heftigen Stimmungsschwankungen und die damit einhergehende Impulsivität unter Kontrolle zu haben. Alkohol wirkt da bei mir wie ein Brandbeschleuniger, ein Streichholz in einer Benzinlache, bämm… Aurelia ungefiltert und überhaupt nicht mehr gesellschaftskonform. Ich prügle zwar nicht drauf los, aber eine scharfe Zunge mit sehr aggressiven Unterton und die ungefilterten Gedanken raus lassen, ist meist schlimmer als eine Waffe. Tja und ich hab keine Ausrede „ups sorry kann ich mich nicht dran erinnern, ich war besoffen“ nö! Ich weiß was da aus mir rauspoltert und kanns trotzdem nicht aufhalten und ich weiß es auch am nächsten Tag noch und hoffe dann immer, dass alle Betroffenen es vergessen haben. 

Fatale Folgen könnte das haben, denn nicht jeder kann man mit der ungefilterten Wahrheit umgehen die ich da in so einem Rausch raushaue. Wenn ich dann zusätzlich auch noch die Wut wegen Kleinigkeiten nicht mehr bändigen kann und jemand mich anfasst z. B.  zum beruhigen, dann ist völlig aus und ich werde auch mal handgreiflich. Es ist ein Zustand den ich überhaupt nicht mag und den ich auch nicht will. Ich bin dann echt erschrocken und wütend über mich selbst, was für ein Vulkan da explodieren kann und alles raus lässt, was sonst ja „nur“ unter der Oberfläche brodelt. Das reicht aber auch schon für mich, denn damit schlage ich mich täglich rum, ohne das es von außen zu merken ist. 

Was ist denn nun mit Alkohol bei mir, trinke ich trotzdem?

Ja! ich liebe das Spiel mit dem Feuer und trinke bis der Arzt kommt. 

Habt ihr jetzt geglaubt? Echt jetzt? haltet ihr mich für so rücksichtslos? Nee oder? 

Nein! Ich trinke nicht bis der Arzt kommt, ich weiß wie heftig die Auswirkungen werden können und trinke nur noch zu besonderen Anlässen mal ein Bier, oder maximal 3 Mischungen Bacardi Cola an Sylvester, das wars. Das sind die Mengen, wo ich noch die volle Kontrolle habe. Ich bin dann zwar gesprächiger und teils auch impulsiver, aber noch so das ich es kontrollieren kann. Auch Alkohol trinken zum entspannen oder runterkommen gab/gibt es bei mir nicht! Ich habe wahnsinnige Angst davor in eine Sucht zu rutschen, denn wie bei den Zigaretten gelesen, habe ich das Potenzial schnell in die Sucht zu rutschen. Was Alkoholsucht anrichtet habe ich in der Familie hautnah miterlebt, das ist nicht schön. Das braucht kein Mensch. 

Als schnell Sucht gefährdeter Mensch, und da zähle ich mich einfach dazu, heißt es doppelt und dreifach aufpassen da nicht in noch mehr Süchte reinzurutschen. Das es schnell gehen kann, da hab ich noch ein Beispiel parat. Ich esse für mein Leben gerne Ritter Rum Knusperstücke und nicht etwa wegen der Schokolade, nee es ist der feine Geschmack vom Rum den ich so mag /o\ Wenn ich mir die mal hole, weil ich so einen Jieper drauf hab, dann teile ich sie auf zwei Tage auf und hole vielleicht noch eine Tüte für nochmal zwei Tage, danach ist dann wieder Schluss für lange Zeit. Ich würde gerne vieeeeeel mehr davon futtern, aber NEIN! Die Gefahr dann doch auf den flüssigen Rum umzuschwenken lauert und das ist mir zu gefährlich. Noch ein Beispiel, zu Sylvester 2017 ging es mir ja richtig beschissen, die Angst- und Panikstörung hatte sich richtig in mein Leben gefressen und drückte mir die Brust zu, hielt mich 24/7 in Alarmzustand. Da war ich richtig erstaunt, dass nach dem ersten Glas Bacardi-Cola die Angst weg war. Wow was ein geiles Gefühl! Ein ganzes Jahr täglich hatte sie mich begleitet und dann reicht ein Glas Alkohol und sie ist weg. Wenn ich da nicht aufgepasst hätte und den Alkohol als Angstlöser missbraucht hätte, wäre ich definitiv in die Abhängigkeit gerutscht. Es hat mir nur noch mal verdeutlicht, du musst höllisch aufpassen mit Substanzen und deinem Hirn nicht die Macht überlassen, sonst geht das richtig schief. Hört sich für euch vielleicht übertrieben an, ist aber so. Eine schädliche Sucht reicht, da brauch ich nicht noch mehr dazu. 

So reflektiert sehe ich das aber auch erst seit ich ungefähr Mitte 20 war. Dazu noch die kleinen Kinder und man überdenkt sein Verhalten nochmal ganz anders, ich zumindest. Bis dahin wars hier echt, „Wochenende, Freitag, Saufen, yeah geil was kost die Welt, Scheiß egal was kommt“. Man sagt ja nicht umsonst „die jungen Wilden“, irgendwoher muss der Spruch ja kommen. Über all die Jahre fahre ich gut mit meiner Einstellung zum Trinken und lasse mich da auch nicht von abbringen. Ich hab’s auch schon oft anderen erzählt, was da für eine Angst im Hinterkopf ist und welche Gefahr ich da bei mir sehe. Ob es immer verstanden wurde, oder ob die dann nur dachten „Ja ja schnack du man, man kann`s auch übertreiben.“ weiß ich nicht und ist mir ehrlich gesagt auch Furzegal. 

Was ich in Bezug auf Alkohol in der Gesellschaft echt schlimm finde ist, immer dieses bekloppte Nachfragen wenn man sagt „nein Danke ich möchte nix“. Leute lasst das!!! Es nervt, es ist unangebracht, es ist absolut Scheiße von euch. Nein heißt nein, da brauch ich nicht blöd rumstochern und versuchen zu verführen oder jemand als Spaßbremse bezeichnen. Auch wilde Vermutungen und Sprüche wie „ach biste Schwanger“ sind völlig daneben. Denn man darf nicht vergessen, nicht jeder der dankend Alkohol ablehnt ist so reflektiert und gefestigt in der Beziehung. Viele lassen sich doch verführen weil sie keinen Bock auf blöde Sprüche haben und das ist echt fies von den Sprücheklopfern. Was wollt ihr damit erreichen? Das ihr so toll seid? Seid ihr nicht, ihr seid Dummbratzen! Denkt mal drüber nach.

Jetzt seid ihr im Bilde wie es hier bei mir so mit Drogen läuft und nu haut mal raus wie es bei euch so mit den Drogen aussieht. Ob ihr euch überhaupt schon mal Gedanken drüber gemacht habt was und wie viel ihr da, knallhart gesagt, für Drogen konsumiert. Ok, natürlich nur wenn es euch nicht zu unangenehm ist. 🙂 Offen über Tabus reden mag ja auch nicht jeder.

Aurelia

Das Moor im September

Dann gehen wir doch mal wieder ins Moor und schauen was der Septembertag im letzten Jahr so zu bieten hatte. Wie auf dem Kalenderbild für diesen Monat, hab ich Licht eingefangen, dieses feine Feenlicht. Das ist so richtig Spätsommer mit Frühherbstbeginn für mich. Die Bilder sind wie gehabt als Klassische Camera entwickelt, digitales Analog eben, der Ausschnitt ist so wie vor Ort gesehen und mehr Infos zu den Cameraeinstellungen findet ihr wieder in der Galerie unter dem i wenn ihr die Bilder anklickt.

Das Moor im September

Zwischen den Bildern liegen nur 12 Minuten wo ich die Aufnahmen alle in der Früh gemacht habe. Faszinierend wie viele verschiedene Lichtsituationen man in so kurzer Zeit sehen kann.

Aurelia